Zurück an den Start! So heißt es derzeit für den Adneter Sonnenschutz-Spezialisten, was den Bau des umstrittenen Werk 3 betrifft. 700 neue Arbeitsplätze stehen weiter in der Schwebe. Der Verwaltungsgerichtshof kippte einen Bescheid aufgrund von Formalfehlern...
Die schier unendliche Geschichte eines Firmenausbaus hat eine neue Facette. Beim Sonnenschutz-Spezialisten Schlotterer in Adnet müssen die Bagger weiter warten. Das Werk 3 – geplant für Firmenwachstum und mehr Produktionseffizienz – darf vorerst nicht gebaut werden.
Warum? Das Unternehmen kämpft seit fünf Jahren um die Firmenerweiterung. 700 neue Jobs sollen geschaffen werden.
Anrainerfamilie kriegt von Gericht recht
Nachdem der naturschutzrechtliche Bescheid gerichtlich anhängig ist, hakt es jetzt an anderer Stelle. Die Bezirkshauptmannschaft bescheinigte – wie berichtet – Schlotterer sowohl bau- als auch gewerbebehördlich die Zusage zum Ausbau. Das Landesverwaltungsgericht hatte juristisch keine Einwände. Die Gegner, auch eine Anrainerfamilie, gingen aber weiter zum Verwaltungsgerichtshof. Dieser gab der Familie nach drei Jahren (!) Recht und kippte den Bescheid.
Schlotterer-Chef Peter Gubisch sagt enttäuscht: „Der Grund hierfür erschließt sich uns nicht.“ Damit heißt es für Schlotterer wieder „zurück an den Start“ des behördlichen Verfahrens. Gubisch sagt weiter: „Wir arbeiten seit fünf Jahren an dem Projekt, haben fünf Millionen Euro ausgegeben und wissen nicht, ob wir jemals alle Bewilligungen erhalten. Die Zukunft des Werk 3 ist mittlerweile reine Spekulation.“
Projektgegner Hans Scheicher jubelt: „Das ist ein Etappensieg und wir werden weiter vehement dagegen vorgehen.“
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