5000 Fälle pro Jahr

Lungenkrebs häufigste krebsbedingte Todesursache

Wissen
14.10.2026 12:19
Porträt von krone.at
Von krone.at

Papst Leo XVI. leidet an Lungenkrebs. In Österreich ist dies sowohl bei Männern als auch bei Frauen die zweithäufigste Form der Krebserkrankung – unhd die tödlichste. 

Lungenkrebs stand laut den Angaben von Anfang des Jahres mit 2513 Fällen (elf Prozent) bei Frauen und 3020 Fällen (zwölf Prozent) bei Männern jeweils auch an zweiter Stelle der Krebsneuerkrankungen im Jahr 2024.

Insgesamt lebten laut Daten der Statistik Austria zu Jahresbeginn 2025 rund 409.000 Menschen in Österreich mit einer Krebsdiagnose, die häufigsten waren bösartige Tumore der Brust bei Frauen (6959 Fälle) und solche der Prostata bei Männern (8152 Fälle), gefolgt von bösartigen Tumoren der Lunge (5533 Fälle, beide Geschlechter zusammen).

Papst Leo XIV. ist an Lungenkrebs erkrankt. Bei einer rund 90-minütigen Operation wurde dem ...
Papst Leo XIV. ist an Lungenkrebs erkrankt. Bei einer rund 90-minütigen Operation wurde dem 71-Jährigen der untere Lappen der rechten Lunge entfernt.(Bild: EPA/ETTORE FERRARI)

Mit etwa jedem fünften Krebssterbefall nahm Lungenkrebs bei Frauen knapp und bei Männern deutlich den ersten Rang unter den krebsbedingten Todesursachen ein (18 Prozent bzw. 1761 Sterbefälle bei Frauen und 21 Prozent bzw. 2463 Sterbefälle bei Männern).

Nachdem das Erkrankungsrisiko zuvor bei Frauen stark zugenommen hatte, blieb es – ebenso wie das Sterberisiko – in den vergangenen Jahren relativ stabil.

Rauchen gilt als eine der Hauptrisikofaktoren für Lungenkrebs. Doch immer Menschen, die nie ...
Rauchen gilt als eine der Hauptrisikofaktoren für Lungenkrebs. Doch immer Menschen, die nie geraucht haben, erkranken daran.(Bild: Marco Sommer)

Feinstaubbelastung kann Ursache sein
Das Rauchen von Tabak bleibt weiterhin die häufigste Ursache für Lungenkrebs. Experten gehen jedoch davon aus, dass zehn bis 25 Prozent aller Patienten nie selbst geraucht haben.

Umweltverschmutzung kann Krebs begünstigen
In einer großangelegten Untersuchung analysierten Forscher die Tumorzellen von Betroffenen, die nie geraucht haben. Sie fanden heraus, dass ein Teil der genetischen Veränderungen denen gleichen, die sonst bei Rauchern auftreten. 

Lungenkrebs oft erst spät erkannt
Das fatale Problem: Symptome wie anhaltender Husten oder Kurzatmigkeit werden bei Nichtrauchern oft lange nicht ernst genommen, weder von ihnen selbst noch im medizinischen Alltag. Dadurch wird der Tumor häufig erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt, was die Heilungschancen massiv verschlechtert. Die notwendigen Therapien sind dann oft besonders langwierig.

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