Erneute Fälle von verunreinigten Wasser in Kärntner Gemeinden: In Feldkirchen sowie in Teilen von Moosburg und Gurk ist das Trinkwasser aktuell nicht genießbar. Dort heißt es: Wasser unbedingt abkochen!
Erst vor wenigen Wochen wurden in den Gemeinden Ferlach und St. Kanzian am Klopeinersee Trinkwasser-Warnungen ausgesprochen. Damals sind in Wasserproben Enterokokken festgestellt worden, die das Leitungswasser als solches ungenießbar und potenziell gesundheitsschädlich machten. Während dort das Wasser wieder genießbar ist, sind nun drei weitere Kärntner Gemeinden betroffen.
Abkochen als „vorsorgliche Maßnahme“
Nun sind drei weitere Kärntner Gemeinden von verunreinigtem Wasser betroffen. Am Montag gab die Stadtgemeinde Feldkirchen bekannt, dass in vier Wasserproben E.coli-Bakterien nachgewiesen wurden.
Da mehrere Ortsteile in Moosburg mit Trinkwasser aus Feldkirchen versorgt werden, wurden auch Bewohner der Gemeinde Moosburg zum vorsorglichen Abkochen des Trinkwassers aufgefordert. Moosburgs Bürgermeister, Herbert Gaggl versucht im Gespräch mit der „Krone“ jedoch zu beruhigen.
Wir haben in Moosburg kein Problem mit verunreinigtem Wasser. Für Ortsteile, die nicht mit dem Wasser aus Feldkirchen versorgt werden, besteht keine Gefahr.
Herbert Gaggl, Bürgermeister Moosburg
„Wir haben Dienstagfrüh Proben entnommen, am Freitag wissen wir dann endgültig mehr“, so Gaggl. Auch in der Marktgemeinde Gurk sind mehrere Ortsteile von einer „geringfügigen Überschreitung eines zulässigen Wertes“ betroffen, heißt es in einer amtlichen Mitteilung.
Wie die Vorfälle miteinander zusammenhängen
Unklar ist, warum es in den vergangenen Wochen vermehrt zu verunreinigten Wasserproben in den Gemeinden gekommen ist. Laut Experten des Instituts für Lebensmittelsicherheit, Veterinärmedizin und Umwelt des Landes Kärnten (ILV) besteht nicht zwingend ein Zusammenhang zwischen den Vorfällen in Kärnten. Viel eher seien die Ursachen „in der Regel anlagenspezifisch“.
Aus dem zeitlichen Zusammentreffen mehrerer Fälle lässt sich nicht automatisch auf eine gemeinsame Ursache schließen.
Institut für Lebensmittelsicherheit, Veterinärmedizin und Umwelt des Landes Kärnten
Um möglichen weiteren Verunreinigungs-Vorfällen vorzubeugen, gilt es, einige Maßnahmen zu ergreifen. „Entscheidend sind die regelmäßige Wartung und Instandhaltung der Hochbehälter, Quellfassungen und Leitungsnetze sowie die laufende Kontrolle der Wasserversorgungsanlagen. In Gebieten mit erhöhtem Risiko, insbesondere in Karstgebieten, können zudem vorsorglich UV-Desinfektionsanlagen sinnvoll sein“, heißt es vonseiten des ILV Kärnten.
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