Nach der Rekordhitze im heurigen Sommer geht Fridays For Future Austria für mehr Klimaschutz wieder auf die Straßen. Proteste sind in sieben Bundesländern geplant. In Wien startet die Umweltbewegung ihre Demonstration um 14.30 Uhr am Praterstern.
Die Fridays For Future-Sprecherin Veronika Müller pochte dabei am Dienstagvormittag in einem Pressestatement auf mehr nachhaltige und leistbare Mobilität. „Wir brauchen keinen Lobautunnel, keine A9 in Graz und keine A26 in Linz.“
Inzwischen sei der Klimawandel auch auf den Almen spürbar, etwa durch Wassermangel, erklärte die Tiroler Aktivistin Sofia Scherer. Für die Landwirtschaft will sie von der Politik „gezielte finanzielle Hilfe“ während der Trockenzeiten, aber ohne Gießkannenprinzip. „Bei solchen Dürreperioden, wie wir sie diesen Sommer erlebt haben, wächst das Gras nicht und die Heuernte fällt schlecht aus“, so die Aktivistin.
Unterstützung bekam die Umweltbewegung von Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe. Armutsbetroffene würden die Temperaturen nämlich besonders stark spüren und häufig in hitzeanfälligen Vierteln leben. „Wir haben bei den Menschen, mit denen wir arbeiten, gemessen, dass es bis zu 40 Grad in den Wohnungen hatte“, so Fenninger.
Außerdem seien Senioren aufgrund eingeschränkter Mobilität oft zu Hause isoliert. Von der Regierung fordert der Volkshilfe-Direktor nun einen Hitzeschutzplan.
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