OP an der Lunge

Papst Leo kommt wohl schon am Dienstag ins Spital

Ausland
12.10.2026 11:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Ankündigung von Papst Leo XIV. am Sonntag, dass er an der Lunge operiert werden müsse, hat weltweit für Überraschung gesorgt. Schon am Dienstag soll Papst Leo ins Spital eingeliefert werden. Der Arzt, der den Pontifex behandeln wird, ist kein Unbekannter.

Papst Leo XIV. soll schon am Dienstagabend – oder spätestens am Mittwoch – ins Krankenhaus eingeliefert werden. Dort wird dem Papst ein Lungenknoten im frühen Stadium entfernt. Das hieß es aus Vatikan-Kreisen. Der Spitalsaufenthalt des Papstes dürfte eine Woche dauern. Erwartet wird, dass der Papst wegen des Eingriffes mehrere Termine absagen wird.

Laut der italienischen Tageszeitung „La Repubblica“ habe sich der Papst vor weniger als einem Monat in der Ambulanz des Vatikans einer medizinischen Kontrolle unterzogen. Anlass war eine leichte Entzündung der Atemwege. Bei dieser Kontrolle sei der Knoten „in einem sehr frühen Stadium“ entdeckt worden, wie der Pontifex beim Angelusgebet am Sonntag auf dem Petersplatz mitteilte.

Papst Leo wird von Notfallmediziner Luigi Carbone betreut.
Papst Leo wird von Notfallmediziner Luigi Carbone betreut.(Bild: Krone-Collage/Krone Multimedia)

Behandelt wird der Papst von Luigi Carbone. Seit August 2025 leitet der Notfallmediziner die Direktion für Gesundheit und Hygiene des Vatikanstaats. Der 1972 geborene Süditaliener Carbone wurde der Öffentlichkeit während des Krankenhausaufenthalts von Papst Franziskus im Frühjahr 2025 bekannt. Der Anästhesist und Reanimationsspezialist hatte maßgeblichen Anteil daran, dass der argentinische Pontifex zwei schwere Atemkrisen im römischen Gemelli-Krankenhaus überstand. In beiden Fällen schwebte das Kirchenoberhaupt in Lebensgefahr.

Arzt begleitete Leo schon auf Reise
Carbone, der von 2022 bis 2025 die Abteilung für Notfall- und Innere Medizin des Krankenhauses Isola Tiberina in Rom leitete, kümmerte sich auch nach dem Klinikaufenthalt im Vatikan um Franziskus. Eine gesonderte Ernennung zum persönlichen Arzt von Franziskus‘ Nachfolger Leo XIV. gab es zwar nicht. Carbone koordiniert jedoch das Team aus Ärzten und Pflegekräften, das sich um den Pontifex kümmert. Er begleitete das Kirchenoberhaupt Ende September auch bei einer apostolischen Reise nach Frankreich.

Papst Leo wird in der Piliklinik Agostino Gemelli behandelt.
Papst Leo wird in der Piliklinik Agostino Gemelli behandelt.(Bild: AP/Gregorio Borgia)

Eigener Bereich im Krankenhaus
Seit der Amtszeit von Johannes Paul II. steht im zehnten Stock des Krankenhauses „Agostino Gemelli“ in Rom ein eigener Bereich für Päpste zur Verfügung, die stationär behandelt werden müssen. Auch Leo XIV. soll dort aufgenommen werden. Die Räumlichkeiten gleichen einer kleinen Wohnung und verfügen unter anderem über eine eigene Kapelle.

Während des voraussichtlich etwa einwöchigen Krankenhausaufenthalts von Leo XIV. im Gemelli-Krankenhaus diese Woche sollen Carbone und das medizinische Personal, das den Papst normalerweise betreut, gemeinsam mit den Fachärzten des Krankenhauses für die Versorgung des Kirchenoberhaupts verantwortlich sein. Johannes Paul II. bezeichnete das Krankenhaus scherzhaft als den „dritten Vatikan“.

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