In wenigen Tagen

Knoten in der Lunge: Papst Leo wird operiert

Ausland
11.10.2026 12:58
Porträt von krone.at
Von krone.at

Papst Leo XIV. muss an der Lunge operiert werden. Das Oberhaupt der katholischen Kirche hat am Sonntag bekannt gegeben, dass ein Knoten entdeckt worden sei. Seine geplante Reise nach Peru im November will Leo dennoch antreten.

Bei ihm sei ein Knoten in einem frühen Stadium und an einer klar begrenzten Stelle entdeckt worden, erklärte Papst Leo beim Angelusgebet. „Die Ärzte halten einen Eingriff für angebracht. Deshalb habe ich mich auf ihren Rat hin entschieden, mich operieren zu lassen, um den Knoten entfernen zu lassen“, sagte der Papst.

Die Operation sei bereits Anfang der bevorstehenden Woche in der römischen Poliklinik „Agostino Gemelli“ geplant, teilte der Vatikan-Sprecher Matteo Bruni mit. Der postoperative Spitalaufenthalt werde etwa eine Woche dauern. Weitere Angaben zur Art des Befunds oder zum genauen Zeitpunkt des Eingriffs gab es zunächst nicht.

Kommt in Klinik nahe Vatikan
Die Poliklinik „Agostino Gemelli“ ist nur wenige Kilometer vom Vatikan entfernt und seit Jahrzehnten eine wichtige Anlaufstelle für die medizinische Versorgung der Päpste. Für das Kirchenoberhaupt steht dort im zehnten Stockwerk ein eigenes Appartement zur Verfügung, das dauerhaft für einen Papst reserviert ist. Die Räumlichkeiten umfassen mehrere Zimmer, ein Wohnzimmer, eine Küche und eine kleine Privatkapelle. Auch Mitarbeiter und enge Vertraute können dort übernachten.

Will trotzdem nach Peru reisen
Trotz der angekündigten Operation bestätigte Papst Leo XIV. seine geplante Reise nach Peru. Der Besuch in dem südamerikanischen Land ist derzeit für den Zeitraum vom 6. bis 17. November angesetzt.

Beim Angelusgebet auf dem Petersplatz wandte sich das Kirchenoberhaupt an peruanische Gläubige, die an einer Prozession zu Ehren des „Señor de los Milagros“ teilnahmen. „Ich danke euch für eure Gebete für die Pastoralreise, die ich in Peru unternehmen werde“, sagte der Papst.

Meloni sichert Leo Unterstützung zu
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sicherte indes Papst Leo XIV. vor dessen angekündigter Lungenoperation ihre persönliche Unterstützung und die Solidarität der italienischen Regierung zu. „Ich möchte dem Heiligen Vater meine persönliche Nähe und die der italienischen Regierung für die Herausforderung aussprechen, der er sich in den kommenden Tagen stellen muss“, erklärte Meloni.

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