Die zweitgrößte Stadt Österreichs hat bekanntlich nun schon in der zweiten Amtsperiode eine kommunistische Bürgermeisterin. Und die deutsche Hauptstadt Berlin könnte nach dem Wahlsieg der Linken nachziehen. Auch sie dürfte eine kommunistische Bürgermeisterin – mit türkischem Migrationshintergrund – erhalten. Aber auch in Wien würden die Kommunisten, das besagt die jüngste Umfrage des Meinungsforschers Christoph Haselmayer, derzeit mit 5 Prozent in den Landtag einziehen.
EINERSEITS verfügen Bürgermeister Michael Ludwig und seine SPÖ nach derselben Umfrage nach wie vor mit etwa 35 Prozent über eine solide Mehrheit.
ANDERERSEITS hat er verglichen mit dem Wahlergebnis von nahezu 40 Prozent bei der letzten Wahl bis heute bereits etwa 5 Prozent an Zustimmung verloren. Und die Freiheitlichen von Dominik Nepp haben sich offensichtlich von ihrer katastrophalen Wahlniederlage des Jahres 2020 erholt und liegen nun bereits bei 26 Prozent.
Wohingegen ÖVP und Neos mit jeweils nur 7 Prozent ziemlich schwächeln, weshalb Ludwig bei den kommenden Wahlen die Koalitionspartner fehlen könnten. Mit den Freiheitlichen darf er nach offizieller Parteilinie nicht. Mit den derzeit erstarkten Grünen will er aufgrund schlechter Erfahrungen nicht. Und mit den Kommunisten, sollten diese tatsächlich in den Landtag kommen, wird es wohl nicht reichen.
Wien ist also doch anders als Graz und Berlin.
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