Die meisten kennen ihn aus der Ö3-Morningshow: Philipp Hansa, Ö3-Moderator mit Tendenz zum Frühaufstehen, liebt das Radiomachen. Über seine eigentliche große Liebe, nämlich das Schauspiel, spricht der 36-jährige Steirer nun erstmals im Interview. Im neuen Film „Monster Mia“ leiht er nämlich Vampir „Paprika“ seine Stimme.
Für den Animationsfilm „Monster Mia“ stand Hansa erstmals als Synchronsprecher im Studio. Auf die Anfrage hatte er – entgegen seiner eigenen Einschätzung – lange gewartet. Schließlich habe „Gandalf den Balrog besiegt“ (Anm. d. Red.: Assoziation zum Film „Der Herr der Ringe“).
Gandalf hat den Balrog besiegt.
Philipp Hansa über seinen Erfolg, endlich als Synchronsprecher arbeiten zu dürfen.
Es sei eine Mail von der Produzentin Dunja Bernatzky reingekommen und er war „sehr glücklich, neun Stunden im Studio zu stehen“.
Er hätte nach eigener Aussage zu dem Zeitpunkt praktisch jede Rolle angenommen: „Völlig wurscht – ich hätte alles gemacht“, sagt der Moderator lachend im Interview.
Rolle forderte ihn
Der neue Job als Synchronsprecher brachte neue Aufgaben mit sich. Seine Radioerfahrung half Hansa hier laut eigener Aussage nicht wirklich. Die Tatsache, Emotionen im richtigen Zeitpunkt und auf Knopfdruck zu schauspielern, stellte den Moderator vor neue Herausforderungen.
Außerdem verbrachte er statt geplanten sieben Stunden letztlich neun Stunden (ohne Pause!) im Studio, um an seinem Auftritt zu feilen. Das Wort „und“ nahm er wohl sogar hundertmal auf.
Es gibt von mir ein "und" wirklich in hundertfacher Ausgabe.
Philipp Hansa
Schauspiel ist große Liebe
Auf die Frage, ob er die Schauspielerei dem Radio vorziehen würde, sagt Hansa: „Schauspiel war meine erste Liebe, dann erst kam das Radio.“ Er kann sich gut vorstellen, künftig mehr Schauspielrollen zu übernehmen. Ein konkretes Projekt gibt es zwar noch nicht, aber er sei offen für neue Angebote.
Ist stolz auf „Paprika“
Als Vampir „Paprika“ spricht er einen Charakter, der seine Vorurteile gegenüber Menschen überwindet. Hansa sieht darin eine Parallele zum heutigen Schwarz-Weiß-Denken: Andere Meinungen seien kein Fehler, entscheidend sei das, was dazwischen liegt: „Das Wichtigste ist doch der Graubereich, und genau den hat der Paprika gefunden. Da war ich stolz auf ihn.“
Drei eigene Drehbücher
Was viele nicht wissen: Hansa selbst hat bereits drei Drehbücher verfasst. Eines wurde dabei vom ORF schon abgelehnt, doch der optimistische Steirer lässt sich nicht unterkriegen. Sein großes Idol: Schauspiel-Legende Sylvester Stallone.
„Ich habe wie einst Sylvester Stallone schon selbst drei Drehbücher verfasst. Der hat früher auch keine Rollen bekommen und sich ,Rocky‘ dann einfach selber auf den Leib geschrieben.“
Auch Matt Damon und Ben Affleck dienen ihm als Vorbilder, weil sie trotz anfänglicher Ablehnungen an ihrem Durchbruch festhielten. Die beiden Schauspieler hätten sich immer wieder mit dem Ausruf „Stallone!“ motiviert. Daran orientiert sich nun auch Hansa: „Man wird mich in meinem Grätzl jetzt also öfters ,Stallone!‘ schreien hören.“
Großer Traum
Vielleicht könnte sich schon im kommenden Jahr etwas aus seinen Drehbuchplänen entwickeln. Das bezeichnet er als seinen „großen, großen Traum“.
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