Zara Tindall, die Nichte von König Charles III. und Tochter von Prinzessin Anne hat enthüllt, dass ihre Kindheit keineswegs voller Privilegien war. Im Gegenteil. Ihre Eltern sehr extrem streng gewesen und es gab strikte Regeln, harte Arbeit und vor allem einer klaren Botschaft: Wer etwas erreichen will, muss es sich selbst verdienen.
Im Podcast „Talk Horse“ sprach die 45-Jährige jetzt ungewöhnlich offen über ihre Kindheit und ihren Weg an die Spitze des internationalen Reitsports. Schon als junge Frau stand für Zara fest, dass sie in die Fußstapfen ihrer Eltern treten wollte. Doch Begeisterung allein reichte nicht aus. Prinzessin Anne und Ex-Mann Mark Phillips machten ihrer Tochter von Anfang an klar, dass sie keine Unterstützung erwarten dürfe.
„Meine Mutter und mein Vater haben mir gesagt: ,Wenn du das machen willst, dann musst du es richtig machen. Hilfe bekommst du keine. Du musst Ergebnisse liefern‘“, erinnert sich Zara.
Für die Royal war das der Startschuss für eine Karriere, die sie allein aus eigener Kraft aufbauen musste. „Ich wollte einfach herausfinden, ob ich wirklich gut genug bin“, erklärte sie.
„Wir mussten alles selbst machen“
Aufgewachsen auf dem Landsitz Gatcombe Park war Zara von Pferden umgeben. Doch romantisch war das Leben dort nicht immer. „Wir mussten alles selbst machen. Das Equipment putzen, die Ställe ausmisten und uns um die Pferde kümmern“, verriet sie. Drücken war keine Option. Die damalige Stallleiterin sei „wie ein Rottweiler“ gewesen. Wer seine Aufgaben nicht erledigte, bekam ernsthafte Probleme.
Heute blickt Zara dennoch dankbar auf diese Zeit zurück. Die harte Schule habe ihr Disziplin und Verantwortung beigebracht. Eigenschaften, die ihr später im Spitzensport zugutekamen.
Besonders einer machte es der heutigen Weltmeisterin schwer: ihr Vater Mark Phillips. Der Olympiasieger von München galt innerhalb der Familie als härtester Kritiker.
„Meine Mutter ist sehr entspannt. Sie sagt: ,Mach einfach dein Ding.‘ Mein Vater dagegen war eher: ,Mehr davon, mehr hiervon‘“, erzählte Zara. Vor allem Lob sei von ihm nur äußerst selten gekommen.
„Mein Vater war sehr kritisch. Ein ,Ja, das war gut‘ hat man von ihm fast nie gehört“, sagte sie. Genau das habe den Ehrgeiz in ihr geweckt. „Man hat ständig versucht, dieses Lob endlich zu bekommen. Er war ein harter Trainer.“
Der Druck zeigte Wirkung. Zara kämpfte sich bis an die Weltspitze, gewann WM- und EM-Gold und holte mit der britischen Equipe Silber bei den Olympischen Spielen 2012 in London.
Mein Vater war sehr kritisch. Ein ,Ja, das war gut‘ hat man von ihm fast nie gehört.
Zara Tindall
Für einen besonders emotionalen Moment sorgte damals ihre Mutter Prinzessin Anne, die ihrer Tochter die Olympiamedaille persönlich überreichen durfte.
Heute steht Zara selbst auf der anderen Seite. Gemeinsam mit Ehemann Mike Tindall hat sie drei Kinder. Vor allem die Töchter Mia und Lena haben bereits die Leidenschaft für Pferde entdeckt. Doch bei der Erziehung möchte die Royal manches anders machen als ihr Vater.
Lachend berichtete sie von einer Situation beim Training: „Ich habe Mia etwas gesagt und sie hat sofort die Augen verdreht. Den anderen Kindern habe ich exakt dasselbe gesagt und die haben überhaupt nicht so reagiert.“
Das komme ihr bekannt vor. „Wahrscheinlich war ich bei meiner Mutter und meinem Vater genauso“, gab sie zu. Ganz ablegen könne sie die direkte Art ihres Vaters aber nicht. Einen Unterschied gebe es dennoch: „Er war ein harter Trainer. Aber bei meinen eigenen Kindern versuche ich, nicht ganz so streng zu sein.“
Als Tochter von Prinzessin Anne und Nichte von König Charles III. gehört Zara Tindall zwar zur britischen Königsfamilie, führt jedoch ein ungewöhnlich bodenständiges Leben. Die erfolgreiche Vielseitigkeitsreiterin wurde 1981 als Zara Phillips geboren und nahm nach ihrer Hochzeit mit Ex-Rugby-Profi Mike Tindall dessen Nachnamen an. Auf einen royalen Titel musste sie von Anfang an verzichten, denn ihre Mutter entschied bewusst, ihre Kinder außerhalb des höfischen Protokolls aufwachsen zu lassen.
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