FPÖ-Kampfabstimmung

Was Jaksch als Parteichef anders machen würde

Burgenland
06.10.2026 20:00

Der Herausforderer um das Amt des Landesparteiobmanns der FPÖ präsentierte schon vor dem Parteitag, wie seine Pläne aussehen, wenn er die Abstimmung gewinnen würde. Im Fokus: Die Gemeinderatswahl und die Funktionäre.

Ob Herausforderer Mario Jaksch der neue Obmann der Freiheitlichen wird, steht noch in den Sternen und wird erst am 18. Oktober entschieden. An Tatendrang mangelt es dem Bruckneudorfer jedenfalls nicht. Schon jetzt hat er einen Plan vorgelegt, wie es im Fall seiner Wahl mit der Partei weitergehen würde. In den ersten 100 Tagen will der Freiheitliche einen Kassasturz machen, alle Bezirke besuchen, um den Status quo sowie Probleme zu erheben, und einen Plan für die Gemeinderatswahl 2027 aufstellen.

Funktionäre in den Mittelpunkt
Auf seinem Fahrplan findet sich auch der Umbau der Landesgeschäftsstelle, die eine Servicezentrale werden soll. Außerdem will er eine klare Führungs- und Kommunikationsstruktur sowie eine Stärkung der Ortsgruppen – besonders im Landessüden. Die Funktionäre will er mehr in den Mittelpunkt stellen. „Ihre Arbeit ist nicht selbstverständlich“, sagt der Landtagsabgeordnete.

„Kein Strohmann“
Er habe sich die Entscheidung anzutreten, nicht leicht gemacht, erklärt der Freiheitliche. „Wenn ich zuschaue, wie sich Entwicklungen anbahnen, die meiner Meinung nach nicht gut sind, und nichts dagegen unternehme, trage ich am Ende auch die Verantwortung, wenn alles beim Alten bleibt.“ Er sei auch für niemanden der „Strohmann“, betont er in Hinblick auf den Zweiten Landtagspräsidenten Johann Tschürtz, der in der Vergangenheit einen Gegenkandidaten zu Petschnig angekündigt hatte.

Missstimmung und Kritik
An der aktuellen Parteispitze übt er Kritik. Die Funktion des Landesparteiobmanns dürfe keine „Nebenbeschäftigung“ sein. Viele Funktionäre hätten das Gefühl, dass die Landesführung zu wenig präsent und wenig erreichbar sei. Dass es unterschiedliche Lager innerhalb der FPÖ gebe, weist Jaksch hingegen zurück. Es gebe eine Missstimmung, wie gewisse Dinge laufen würden. Aber Lagerdenken sei schlecht, denn schließlich müsse es auch nach dem Parteitag weitergehen. „Wir gewinnen als Mannschaft und wir verlieren auch als Mannschaft.“

Kein böses Blut
Sollte es am 18. Oktober für ihn allerdings doch nicht reichen, um Landesparteiobmann zu werden, werde er das Ergebnis selbstverständlich akzeptieren und weiterhin seinen Beitrag leisten und Abgeordneter bleiben, kündigt der Bezirksparteiobmann an. 

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