Vor dem Landesparteitag der FPÖ Burgenland wird parteiintern über die Zukunft von Obmann Alexander Petschnig diskutiert. Kritiker sehen Handlungsbedarf und bringen Vorgänger Johann Tschürtz ins Spiel.
Die derzeit im ganzen Land stattfindenden Bezirksparteitage der FPÖ entwickeln sich zunehmend zum Stimmungstest für Landesparteiobmann Alexander Petschnig. Denn hinter den Kulissen wird bereits über den Landesparteitag im Herbst gesprochen und darüber, wer künftig an der Spitze der Partei stehen soll.
Petschnig zuletzt 2023 im Amt bestätigt
Seit 2020 führt Petschnig die Freiheitlichen im Burgenland. Interne Debatten und politische Turbulenzen hat er in dieser Zeit überstanden. Zuletzt wurde er 2023 mit 91,4 Prozent der Delegiertenstimmen im Amt bestätigt.
Innerparteilich wächst gegen den FPÖ-Obmann jetzt allerdings die Kritik. Seit seinem Wechsel in den Nationalrat sei er im Burgenland kaum noch präsent, heißt es aus Funktionärskreisen. Brisant ist die Kritik vor allem mit Blick auf die kommenden Gemeinderatswahlen 2027. Während die FPÖ auf Bundesebene seit Monaten zulegt, wächst im Burgenland die Nervosität. Intern wird befürchtet, dass die Partei mit Petschnig an der Spitze den Rückenwind aus Wien für die Gemeinderatswahl nicht mitnehmen könnte. Immer wieder ist auch zu hören, dass sich der aktuelle FPÖ-Chef zu wenig um die Parteiorganisation kümmere.
Steht Johann Tschürtz vor einem Comeback?
Genau deshalb wird in der Partei bereits über mögliche Alternativen gesprochen. Und dabei fällt immer wieder ein Name: Johann Tschürtz. Der heutige Zweite Landtagspräsident führte die Freiheitlichen durch schwierige Jahre und brachte sie schließlich in die Landesregierung. Bis heute genießt er bei vielen Funktionären hohes Ansehen. Für manche Freiheitliche wäre er daher die beste Lösung – auch mit Blick auf die nächste Landtagswahl.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.