Es geht um Millionen
„Timmy“-Drama: Jetzt kracht es bei den Geldgebern
Die Rettungsaktion für Buckelwal „Timmy“ ist Monate später noch immer nicht abgeschlossen – zumindest finanziell. Während Tauchunternehmer Fred Babbel von Karin Walter-Mommert rund 1,35 Millionen Euro fordert, zeichnet sich nun ein weiterer Streit um die Kosten ab: Auch zwischen den beiden ursprünglichen Geldgebern der Aktion, Walter-Mommert und Media-Markt-Mitgründer Walter Gunz, gibt es Unstimmigkeiten.
Dabei ist ein Teil der Rechnung offenbar bereits beglichen. Laut einem Bericht der „Ostsee-Zeitung“ erhielt Babbel während der Rettungsaktion rund 400.000 Euro. Bei der aktuellen Auseinandersetzung geht es demnach um die noch offene Schlussrechnung. Einem längeren Briefwechsel zwischen den Beteiligten sei die Klage vorausgegangen.
Walter-Mommert verlangt Unterlagen
Walter-Mommert will die geforderte Summe nach Angaben der „Ostsee-Zeitung“ derzeit nicht zahlen. Sie wirft Babbel vor, sich nicht an die getroffenen Abmachungen gehalten zu haben. Zudem verlangt sie Unterlagen dazu, was bei der Freilassung des Wals tatsächlich geschah. Die Unternehmerin habe einen Vergleichsvorschlag zurückgewiesen.
Babbel weist die Darstellung zurück. Nach seinen Angaben wartet er seit Monaten auf das Geld. Auch von ihm beauftragte Unternehmen würden demnach noch auf Zahlungen warten. Gegenüber der „Ostsee-Zeitung“ äußerte der Tauchunternehmer zudem die Sorge, ohne die ausstehende Summe könne ihm die Insolvenz drohen.
Auch unter den Geldgebern kracht es
Der Streit beschränkt sich allerdings nicht auf Babbel und Walter-Mommert. Laut den Berichten fordert Walter-Mommert auch von ihrem Mit-Finanzier Gunz einen sechsstelligen Betrag.
Gunz‘ Anwälte hätten demgegenüber erklärt, Walter-Mommert habe ohne Rücksprache mit dem Media-Markt-Mitgründer Kosten in erheblichem Umfang veranlasst. Gunz habe demnach auch von einer Kostenzusage gegenüber dem zuständigen Ministerium nichts gewusst und dieser nicht zugestimmt.

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