Handys ausgewertet

Weißmann sieht sich in ORF-Affäre entlastet

Medien
29.09.2026 18:30

Brisante Post des gestürzten Rundfunk-Generals Roland Weißmann an den ORF-Stiftungsrat: Weißmann sieht sich von der Justiz nach Auswertung zweier Handys der „Kronzeugin“ entlastet.

Es könnte auch das Drehbuch für eine TV-Seifenopfer sein. Jetzt gibt es die nächste überraschende Wende in der ORF-Affäre rund um Vorwürfe der sexuellen Belästigung einer Mitarbeiterin, über Roland Weißmann ja letztlich gestürzt ist.

Denn wie aus Kreisen des Stiftungsrates durchsickerte, ging ein dreiseitiges Schreiben des früheren ORF-Chefs ein. Darin sieht sich der einstige mächtige Medienmanager nach der Auswertung zweier sichergestellter Handys der „Kronzeugin“ im Zuge der Ermittlungen wegen schwerer Erpressung entlastet.

Zitat Icon

Der Vorwurf der sexuellen Belästigung ist nicht haltbar, er ist nicht wahr, und er wurde in böswilliger Absicht in die Welt gesetzt.

Roland Weißmann im Schreiben an den Stiftungsrat

Chats mit „Vielzahl von der Mitarbeiterin hergestellter Lichtbilder“
Wörtlich heißt es in dem brisanten Brief an die quasi Aufsichtsräte des Unternehmens, dass der vorliegende Zwischenbericht der Staatsanwaltschaft „unter anderem 3820 wechselseitig ausgetauschte Chatnachrichten, eine Vielzahl von der Mitarbeiterin hergestellter sexuell konnotierter Lichtbilder und 17 sichergestellte sachverhaltsrelevante und wiederum heimlich angefertigte Tonaufnahmen“ beinhaltet.

Weißmann verlangt neue Untersuchung der Compliance-Stelle
Die vorliegenden Fakten würden sich „mit meinen Angaben decken und lassen die Ereignisse in einem völlig neuen Licht erscheinen“. Der Ex-Generaldirektor verlangt nicht weniger als eine neue Untersuchung der Compliance-Stelle, also die interne Prüfabteilung. Gerne könnte die Stiftungsräte auch Einsicht in den bisherigen Ermittlungsstand nehmen. Es bleibt also spannend.

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