FP sagte es voraus

Kritik an Neubestellung der Bildungsdirektorin

Kärnten
29.09.2026 14:00

Die neue Kärntner Bildungsdirektorin Tanja Leitner ist noch nicht einmal im Amt, da kommt schon eine ordentliche Breitseite von den Freiheitlichen. Die Blauen sagten den Ausgang des Auswahlverfahrens bereits am 24. Juni voraus.

Insgesamt 18 Bewerbungen, darunter auch einige prominente Namen: Der Job als Kärntner Bildungsdirektor war heiß begehrt. Das Land übermittelte schließlich drei davon ans Bildungsministerium. Und die Wahl fiel schließlich auf Tanja Leitner, langjährige Leiterin der Kärntner Volkshochschulen.

So unspektakulär der Prozess und die Entscheidung klingt, umso mehr haben diese beide Dinge politischen Zündstoff – auch in den Reihen der Kärntner Sozialdemokraten. Denn Landeshauptmann und Parteivorsitzender Daniel Fellner dürfte der bisherigen Bildungsdirektorin Isabella Penz – die klar der SP zuzuordnen ist – schon früh klargemacht haben, dass sie nicht wieder bestellt wird und den Posten räumen muss. Daher wechselte sie auch Anfang September bereits in die Kärntner Arbeiterkammer zurück. 

Freiheitliche orten Postenschacher
Während bei den Roten mit der Neubestellung Staub aufgewirbelt wurde und Fellner die ehemalige Wunschkandidatin seines Vorgängers aufs Abstellgleis stellte, sehen die Kärntner Freiheitlichen sich wieder einmal bestätigt. Sie orten einen roten Postenschacher, der sich laut Parteiobmann Erwin Angerer bestätigte. Denn immerhin hat der Blaue bereits am 24. Juni ein notariell beglaubigte Schreiben mit dem Namen von Leitner als neue Bildungsdirektorin hinterlegen lassen.

Das Schreiben der Freiheitlichen wurde notariell beglaubigt.
Das Schreiben der Freiheitlichen wurde notariell beglaubigt.(Bild: Krone KREATIV/FPÖ Kärnten)

„Das P in SPÖ steht mittlerweile wohl für Personalvermittlung statt Partei“, sagt Angerer. Und mit der Parteibuchwirtschaft würde dafür sorgen, dass sich viele qualifizierte Bewerber erst gar nicht mehr bewerben.

Köfer will Leitner an Taten messen
Etwas entspannter sieht das Team Kärnten die Neubesetzung der Bildungsdirektion. „Wir werden die neue Bildungsdirektorin jedenfalls an ihren Taten messen und erwarten uns eine Kommunikation auf Augenhöhe“, sagt Parteichef Gerhard Köfer. Zudem hoffe der Klubobmann, dass Leitner fernab von Partei- und Gewerkschaftsinteressen agieren werde. Immerhin „geht es rein um das Wohlergehen unserer Kinder und Jugendlichen.“

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