Erschreckende Bilanz

Gewalt: Jeder dritte Zugbegleiter wird attackiert

Tirol
29.09.2026 13:49

Aggressionen gehören für viele Zugbegleiter mittlerweile leider zum Arbeitsalltag, wie eine aktuelle Befragung einmal mehr beweist. Österreichische Gewerkschaften fordern jetzt mehr Sicherheit für das Personal.

Eine Umfrage des Österreichischen Gewerkschaftsbunds (ÖGB) und der Gewerkschaft vida Tirol zeigt die hohe Belastung für Zugbegleiter. 119 Beschäftigte haben teilgenommen. Das Ergebnis: Aggressionen, Bedrohungen und sogar körperliche Angriffe gehören für viele zum Alltag.

Hohe Belastung und Gewalt im Arbeitsalltag
Jeder Fünfte möchte den Beruf in fünf Jahren nicht mehr ausüben. Ein Drittel erlebt während der Fahrt starke Stresssituationen. 87 Prozent nennen Fahrgäste als Hauptgrund für den Stress. Und für 74 Prozent ist es zudem besonders stressig, Konfliktsituationen alleine bewältigen zu müssen.

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Wir haben ein massives Problem. Gewalt darf niemals als Bestandteil des Berufs akzeptiert werden.

Sonja Föger-Kalchschmied, ÖGB-Landesvorsitzende

Dass Gewalt mittlerweile für viele Zugbegleiter zum Alltag gehört, sei alarmierend, sagen die Gewerkschaften. Mehr als ein Drittel der Befragten fühlt sich bei der Arbeit nicht sicher. 69 Prozent wurden schon mal bedroht, 89 Prozent beschimpft und jeder Dritte wurde bereits körperlich angegriffen.

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Wir benötigen jetzt eine verbindliche Strategie, um die Sicherheit der Arbeiter künftig zu gewährleisten.

Florian Guggenbichler, vida

Mehr Sicherheit muss auf Schienen
Angesichts der Zahlen möchte der ÖGB die Nachbetreuung ausbauen. Die Gewerkschaft vida Tirol fordert zudem die rasche Umsetzung des bereits beschlossenen 10-Punkte-Planes für mehr Sicherheit im Eisenbahnverkehr – österreichweit. Gefordert wird unter anderem ein einheitliches Meldesystem, Doppelbesetzung auf belasteten Verbindungen, der freiwillige Einsatz von Bodycams und Schutzkleidung.

Gewalt darf kein Berufsrisiko sein. Wer täglich für die Sicherheit der Fahrgäste sorgt, hat auch selbst ein Recht darauf, so Florian Guggenbichler. 

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