Tragisch endete der Spanien-Urlaub einer Anglerrunde aus dem Burgenland. Bei einer Tour zu später Stunde stürzte ein Petrijünger vom Boot ins Wasser. Für ihn gab es keine Hilfe, die Leiche wurde in der Mündung angeschwemmt.
Das Fischen ist ihre Leidenschaft. Jedes Jahr schwärmen die Anglerfreunde aus dem Bezirk Jennersdorf gemeinsam aus, um in einem ganz besonderen Fangrevier ihrer Lieblingsbeschäftigung zu frönen. Diesmal reisten die begeisterten Petrijünger an den Ebro in Spanien. Mit mehr als 900 Kilometern ist der Fluss der zweitlängste der Iberischen Halbinsel, im Nordosten des Landes mündet er ins Meer.
Mann stürzte in Fluss
Schon lange hatten sich die Burgenländer auf ihre traditionsbewusste Jagd nach großen Welsen gefreut. Die Bootstour am vergangenen Sonntag lief jedoch völlig aus dem Ruder – und endete in einem Albtraum. Als die Dunkelheit über dem Ebro hereingebrochen ist, waren die Männer mit ihrem Boot draußen. Ihre Angelruten hatten sie ausgeworfen. Die ganze Konzentration war auf den nächsten Fang ausgerichtet. Plötzlich ein Schrei! Mittendrin ist Otto J. aus vorerst ungeklärter Ursache in den Fluss gestürzt.
Alle verzweifelten Versuche, dem Freund zu helfen, schlugen fehl. Der über 60-jährige Pensionist aus Deutsch Kaltenbrunn dürfte von der Strömung mitgerissen worden sein. Für ihn gab es keine Rettung, alles ging zu schnell. Otto J. ist in der Dunkelheit spurlos verschwunden, für seine fassungslosen Kompagnons war der Verunglückte nicht mehr zu finden.
Nach Stunden der Sorge die Schock-Nachricht
In größter Sorge um ihren vermissten Weggefährten schlugen die Burgenländer Alarm. Mit Booten rückte der spanische Rettungsdienst auf dem Ebro aus, um nach dem abgängigen Urlauber aus Österreich zu suchen. Erst Stunden später die traurige Gewissheit: Viele Kilometer vom Unglücksort entfernt, wurde Otto J. entdeckt. Dort, wo der Fluss ins Mittelmeer mündet, ist seine Leiche an den Strand geschwemmt worden.
Viele offene Fragen
Offiziell konnte von den spanischen Ärzten nur noch der Tod festgestellt werden. Wie konnte das passieren? Ein Fehltritt beim Drill? Ein Schwächeanfall? Die Polizei geht diesen Fragen nach.
Die Familie steht unter Schock. Angehörige haben sich nach Spanien begeben, um alle weiteren Schritte abzuklären. Der ganze Heimatort trauert um das Todesopfer.
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