„Medial ruhiger“

ÖFB-Umbruch: „Es fällt schon viel an Brisanz weg“

Fußball International
28.09.2026 21:59

„Es fällt schon auch viel an Brisanz weg mit diesen Spielern, weil es einfach solche Typen waren, aber das ist auch die Chance für viele neue Spieler, dass sie sich da herauskristallisieren“, sagte Ex-Nationalspieler Florian Klein bei „Sport & Talk im Hangar-7“ auf ServusTV über den deutlich spürbaren Umbruch im ÖFB-Team – auch mit dem fehlenden Duo David Alaba und Marko Arnautovic.

„Es ist schon was Neues, wenn solche Charaktere wegfallen, die über 10, 15 Jahre beim Nationalteam dabei waren, dann spielen sich auch Routinen ein. Ich glaube es ist nicht nur in der Kabine oder beim Essen ruhiger, sondern es ist auch medial ruhiger“, erklärte Klein. Gerade Arnautovic und Alaba hätten über Jahre für Aufmerksamkeit rund um das Nationalteam gesorgt. „Im Vorbericht jetzt auf die zwei Spiele, normal hat man immer irgendwas gehört von Marco oder von David, sie wurden hergenommen für Interviews. Man hat schon die Tage zuvor irgendwie gemerkt, es ist bald wieder ein Länderspiel und jetzt ist es so ein bisschen gewesen, wer spielt denn überhaupt, wo spielen wir?“

Florian Klein
Florian Klein(Bild: ServusTV/Philipp Carl Riedl)

Klein sieht darin jedoch nicht nur einen Verlust. „Es fällt schon auch viel an Brisanz weg mit diesen Spielern, weil es einfach solche Typen waren, aber das ist auch die Chance für viele neue Spieler, dass sie sich da herauskristallisieren.“

David Alaba (li.) und Marko Arnautovic
David Alaba (li.) und Marko Arnautovic(Bild: APA/EXPA)

Dass die nächste Generation Alaba oder Arnautovic kopieren müsse, glaubt der frühere ÖFB-Kicker nicht. „Du darfst ja nicht von Spielern erwarten, dass sie in die Fußstapfen reintreten, weil man muss so sein wie man ist und die Charaktere haben wir so zur Zeit nicht mehr.“

Entscheidend sei ohnehin die Leistung auf dem Platz. Und dort habe man bislang kaum gemerkt, dass große Namen fehlen. Trotzdem mahnt Klein zur Geduld: „Es sind neue Spieler da, Gleichzeitig muss man aber zuerst einmal fünf, sechs, sieben Spiele abwarten bis sich das Ganze wirklich entwickelt.“

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Der Schmäh von Arnautovic und Alaba hat wahrscheinlich nach diesen vielen Jahren schon einen Bart gehabt.

Hans Krankl über die Stimmung im ÖFB-Team

Krankl: „Es kommen sehr gute junge Spieler nach“
Österreichs Fußball-Legende Hans Krankl sieht den Umbruch positiv. „Das ist einmal so, dass es einen Generationswechsel gibt. Aber ich brauche nicht nachweinen. Es kommen sehr gute junge Spieler nach.“

Hans Krankl
Hans Krankl(Bild: Mario Urbantschitsch)

Der Start gibt Krankl Hoffnung. „Dieser Generationswechsel ist da und der klappt jetzt schon vom Anfang an. Das muss man sich auch mal vorstellen. Das muss ja nicht immer sein, dass das gleich klappt. Aber hier bei Österreich hat das geklappt. Wir haben einmal sechs Punkte und das ist das Wichtigste.“

Und auch für den Schmäh im Team macht sich Krankl keine Sorgen: „Ja, der Schmäh rennt jetzt auch. Der Schmäh von Arnautovic und Alaba hat wahrscheinlich nach diesen vielen Jahren schon einen Bart gehabt. Und es wird Zeit, dass die anderen nun wieder Schmäh führen.“

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