Rekord in Deutschland
Höchstes Windrad der Welt erreicht seine Höhe
Das höchste Windrad der Welt hat im brandenburgischen Schipkau in der Lausitz seine endgültige Höhe von 365 Metern erreicht. „Mit einer Nabenhöhe von 300 Metern ist die Anlage die höchste Windenergieanlage der Welt und zugleich das zweithöchste Bauwerk Deutschlands“, erklärte das Unternehmen Gicon. Mit den Rotorenblättern erreicht das Windrad die 365 Meter.
Auch nach Einschätzung des Bundesverbands Windenergie handelt es sich dabei um das größte Windrad der Welt. Zum Vergleich: Der Berliner Fernsehturm ist 368 Meter hoch und somit nur wenige Meter höher.
Die letzten für das Erreichen der Höhe benötigten Arbeiten bestanden in dem Hub des Innenturms durch einen Teleskopmechanismus. „Das Verfahren erforderte präzise technische Abläufe und die sorgfältige Abstimmung aller Arbeiten. Nach dem Erreichen der Zielhöhe wurde der Innenturm in seiner ausgefahrenen Position fixiert“, so das Unternehmen.
Rekord-Ausrufung war verschoben worden
Die Arbeiten waren wegen starker Windböen in den vergangenen Tagen gestoppt und die Ausrufung eines Weltrekords verschoben worden. „Sicherheit geht vor Geschwindigkeit“, sagte der Geschäftsführer Jochen Großmann. Ursprünglich sollte der Riese schon am Sonntag vor einer Woche fertig sein.
Nun sollen abschließende Arbeiten am Höhenwindturm noch einige Tage in Anspruch nehmen. „Die offizielle Inbetriebnahme des Höhenwindturms ist für November geplant.“
Die weltweit höchste Serien-Windenergieanlage stand bisher nach Angaben des Windradherstellers Vestas und des Bauunternehmens Max Bögl in Winnberg in der Oberpfalz in Bayern. Das Projekt hat eine Nabenhöhe von 199 Metern und eine Gesamthöhe von 285 Metern.
Entwickler sehen mehrere Vorteile
Die Gicon Gruppe mit Hauptsitz in Dresden baut den Koloss von Schipkau im Auftrag der 2019 gegründeten Bundesagentur für Sprunginnovationen. Innovationsmanager Martin Chaumet von der Bundesagentur sieht mehrere Vorteile des Projekts. „Wir haben die Möglichkeit, Windenergie auch viel gleichmäßiger über das Land zu verteilen“, sagte Chaumet am Sonntag. Der Nebeneffekt sei, dass damit der Netzausbau in Teilen gespart werden könne „und dadurch der Strom für alle billiger wird“.
Projekt einer Bundesagentur
Der Höhenwindturm in der Kohleregion soll künftig Strom für bis zu 7500 Haushalte produzieren können. Das Windrad besteht aus einer Art Gitterturm und einer Stahlkonstruktion und gilt als Innovation. Der Höhenwindturm nutzt die in größeren Höhen stärkeren und gleichmäßigeren Windverhältnisse. Dadurch kann er laut Gicon bei gleichem Rotordurchmesser etwa den doppelten Energieertrag einer konventionellen Windenergieanlage erzielen.

Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 







Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.