Am 9. Oktober beginnt für das Schmiede Museum im Kärntner Himmelberg eine neue Ära – und Interessierte können von Anfang an dabei sein. Denn hinter den historischen Gemäuern steckt weit mehr, als man auf den ersten Blick vermutet …
Es ist ein Ort wie aus einer anderen Zeit: Im „Großen Hammer“ in Himmelberg stehen noch heute historische Maschinen, die einst mit der Kraft des Wassers Sensen schmiedeten. Seit Jahrhunderten ist die Anlage eng mit der Geschichte der Region verbunden. Schon ab 1504 sind Sensenschmieden an der Tratten nachweisbar. Im 19. Jahrhundert wurden dort sogar bis zu 35.000 Sensen pro Jahr gefertigt. Heute ist das alte Werk ein einzigartiges Museum.
Zerstörung als Auslöser für Positives
Nun beginnt jedoch ein neues Kapitel. Stephanie Offner und ihr Mann Josef, Enkel des letzten Sensenwerk-Inhabers Hans Zeilinger, wollen dem historischen Juwel neues Leben einhauchen. „Ausschlaggebend für diesen Start in eine neue Ära war eigentlich die Zerstörung“, erzählt Stephanie Offner. Das Hochwasser von 2022 setzte die Werksgebäude teils unter Wasser. Aufgeben wollte sie aber nicht – im Gegenteil: „Ich will den ,Hammer’ zukunftsfit machen und gesellschaftlich stärker in den Mittelpunkt rücken.“
Das Museum wurde nun hochwassersicher gemacht und behutsam adaptiert. Eine multimediale Bühne wurde integriert, Sanitäranlagen errichtet und Schautafeln erneuert. Der historische Charme mit den originalen, teils noch funktionstüchtigen Maschinen bleibt erhalten.
Die neue Ära startet am 9. Oktober mit „Kunst, Kultur und Kulinarik – Werte besprechen“. Hirter-Weinexperte Günther Jordan begleitet den Abend mit edlen Tropfen. Offner: „Dieses Event ist die Initialzündung für die neue Ära.“ Teilnehmerzahl ist begrenzt: 0699/140 68843.
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