Suchtgefahr

TikTok schloss 100-Millionen-Vergleich in den USA

Ausland
26.09.2026 07:43
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Videoplattform TikTok hat mit einem Vergleich einen für Montag geplanten Prozess im US-Staat Alabama wegen mutmaßlich mangelhaften Schutzes Minderjähriger vor Social-Media-Sucht abgewendet.

Generalstaatsanwalt Steve Marshall teilte am Freitag (Ortszeit) mit, dass das Unternehmen im Rahmen der Einigung mindestens 100 Millionen Dollar (87,70 Mio. Euro) zahlen und die tägliche Nutzungszeit für junge User auf zwei Stunden begrenzen müsse.

Die Mindestsumme muss demnach binnen 45 Tagen gezahlt werden. Unter bestimmten Bedingungen könne sie auf bis zu 300 Millionen Dollar heraufgesetzt werden, hieß es weiter. Der Vergleich beendet das Verfahren drei Tage vor dem geplanten Prozessbeginn in Montgomery. Klagen von mehr als einem Dutzend weiterer US-Staaten gegen TikTok bleiben davon unberührt.

Der US-Staat warf TikTok auch vor, Eltern über Schutzfunktionen für Minderjährige getäuscht zu ...
Der US-Staat warf TikTok auch vor, Eltern über Schutzfunktionen für Minderjährige getäuscht zu haben.(Bild: AFP/MARTIN LELIEVRE)

Wie beim Glücksspiel
Alabama hatte TikTok und dessen chinesische Muttergesellschaft ByteDance im April 2025 verklagt. Die Video-App verführe junge Nutzer ähnlich wie „Spielautomaten“, hieß es in der Klage. Ermittler, die sich als 13- bis 15-Jährige registrierten, bekamen demnach unter anderem Videos über Suizide, Selbstverletzungen, Essstörungen sowie Alkohol und Sex angezeigt.

Der US-Staat warf TikTok zudem vor, Eltern über Schutzfunktionen für Minderjährige getäuscht zu haben. TikTok hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und sich auf ein US-Bundesgesetz berufen, das Online-Plattformen von einer Haftung für von Nutzern veröffentlichte Inhalte entbindet.

In diesem Jahr hatten in den USA bereits mehrere Prozesse gegen die Instagram- und Facebook-Mutter Meta sowie die Videoplattform YouTube von Google stattgefunden. Sie wurden zu hohen Strafzahlungen verurteilt.

Sie sind in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchen Hilfe? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Unterwww.suizid-praevention.gv.atfinden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung