Die Arbeitnehmer und Arbeitgeber der Metallindustrie haben den zweiten Teil des zweijährigen Kollektivvertrages bestätigt. Damit steigen die KV-Löhne 2026/27 um 2,1 Prozent, die Ist-Löhne um 1,9 Prozent. Die „rollierende“ Inflation, die als Grundlage für die Verhandlungen dient, lag bei 3,3 Prozent.
Das Wichtigste in Kürze:
Die Regelung gilt für rund 190.000 Beschäftigte in sechs Fachverbänden. Im Vorjahr gingen rund 20.000 Jobs verloren.
Mario Ferrari, Chef der Gewerkschaft GPA, die die Handelsbeschäftigten vertritt, verteidigte den Metaller-Abschluss unter der Jahresinflation und den somit verbundenen Reallohnverlust.
„Ausnahmesituation“
Im längeren Zeitvergleich habe man einen Reallohnverlust verhindert, aber Dauerlösung sei dies keine. Auch Reinhold Binder, Chef der PRO-GE, sprach von einer „Ausnahmesituation“, maßgeschneidert für die Metallindustrie. Es sei ein „Krisenabschluss auf Zeit“. Primäres Ziel sei der Erhalt der Arbeitsplätze.
„Können einen Beitrag leisten“
Arbeitgebervertreter Stefan Ehrlich Adam betonte, es sei nicht Aufgabe der Industrie, die Kaufkraft zu sichern. „Wir können einen Beitrag leisten“, sagte er. Die Metalltechnische Industrie sei das „Rückgrat der heimischen Industrie“ mit einem Produktionswert von 47 Milliarden Euro und 130.000 Beschäftigten.
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