Frau unter Trümmern

Decke gab nach: Jetzt prüft Polizei Bauarbeiten

Wien
21.09.2026 13:21

Nachdem spektakulären Großeinsatz in der Nacht auf Montag in der Wiener Innenstadt laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Bei einem Teileinsturz eines Mehrparteienhauses in der Färbergasse wurden eine Bewohnerin (57) schwer verletzt. 

Anrainer wurden nachts aus dem Schlaf gerissen. „Plötzlich war ein Riesenlärm, wir wussten nicht, was passiert war“, berichtet eine Nachbarin aus der Färbergasse (Verbindung von Am Hof zur Wipplingerstraße). Ein Wohnhaus drohte einzustürzen. Ein Großaufgebot an Polizei, Rettung und Feuerwehr war vor Ort. Insgesamt mussten 17 Personen betreut werden. Da zunächst unklar war, wie viele Menschen sich noch im Haus befanden, waren auch Rettungshunde im Einsatz.

Die Feuerwehr musste eine schwer verletzte Frau aus den Trümmern befreien.
Die Feuerwehr musste eine schwer verletzte Frau aus den Trümmern befreien.(Bild: Krone-Collage/Berufsrettung Wien)

57-Jährige wurde schwer verletzt
Von außen ist am Tag danach nichts zu sehen, die Haustüre wurde mit einem Vorhängeschloss verhängt. Doch innen sieht das Gebäude aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Eine 57-jährige Frau konnte aus den eingestürzten Mauerteilen befreit werden und kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Ihr 60-jähriger Ehemann konnte sich selbstständig ins Freie retten, eine 88-jährige Bewohnerin musste aus dem Gebäude evakuiert werden. Die beiden Personen mussten ebenfalls zur weiteren Versorgung ins Spital gebracht werden.

Ersatzquartiere organisiert
Auch das Büro für Sofortmaßnahmen war involviert, hat mit der Hausverwaltung Kontakt aufgenommen, an der Begehung teilgenommen und Ersatzquartiere für jene Bewohner organisiert, die mitten in der Nacht geschockt auf der Straße standen. „Wir haben für die Unterbringung von vier Personen gesorgt“, erklärt Garo Chadoian vom Büro für Sofortmaßnahmen. 

Die Bergungsarbeiten in der Färbergasse dauerten bis in die frühen Morgenstunden.
Die Bergungsarbeiten in der Färbergasse dauerten bis in die frühen Morgenstunden.(Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)

Das Landeskriminalamt Wien hat die Ermittlungen übernommen. Derzeit wird geprüft, ob das Unglück mit Bauarbeiten vor Ort in Zusammenhang stehen könnte. 

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