Attila Szabó ist 85

Ein klingendes Leben im Zeichen der Musik

Kärnten
18.09.2026 20:00

Der gebürtige Ungar Attila Szabó feierte im August seinen 85. Geburtstag. Die Violine hat ihn stets begleitet – in einem Leben für die Musik, das auch Gattin Margit mit ihrer Bratsche spielerisch an seiner Seite teilt.

Musik ist mein ganzes Leben. Musik beginnt, wo die Seele anfängt zu atmen, sagt Professor Attila Szabó. Im August hat der Solist, Konzert- und Ensembleleiter des Szabó-Quartetts seinen 85er gefeiert, doch seine Geige singt und klingt noch immer!

Musik ist ein Geschenk, Heimat bleibt Heimat
„Die meisten Musiker legen ihr Instrument im höheren Alter weg. Es ist ein Geschenk Gottes, dass wir immer noch spielen dürfen“, erzählt der Wahlkärntner, der bald schon 60 Jahre mit seiner Margit (83) verheiratet ist. Bei einem ist sich das Musikerehepaar unisono einig: „Heimat bleibt Heimat. Unser Heimweh nach Budapest ist geblieben!“

Blicken wir zurück. Mit neun Jahren hat Attila Szabó die Geige für sich entdeckt: „Es war klar, dieser Klang wird mein Leben ausfüllen.“ So ist es auch gewesen! Schon während des Studiums an der Béla Bartók Musik-Hochschule in Budapest räumte er internationale Preise ab. Vor 56 Jahren ist das Ehepaar dann in Kärnten sesshaft geworden. 20 Jahre (ab den 1970-iger Jahren), war Szabó Konzertmeister im Stadttheater Klagenfurt: „Da haben wir unser Oremushaus entdeckt und ausgebaut. Ich habe alles selbst gemacht – von den Wasserleitungen bis hin zu Holzarbeiten.“

Wer rastet, der rostet
Vor 47 Jahren gründete der leidenschaftliche Geiger das Szabó-Quartett, in dem seine Margit die Bratsche spielt. „Wir haben ganz Europa bereist und über 300 Werke im Repertoire“, so das Ehepaar. Aber auch nach der Pension hat der Vollblutmusiker sein Instrument nicht weggelegt, „sondern in China an Universitäten Violine und Kammermusik unterrichtet.“ Außerdem hat er ein Orchester gegründet und ist damit durch 64 Städte im Land des Lächelns getourt.

Daheim steht Szabó auf seinen Rasenmähertraktor, Obstbäume, Schach und aufs Fotografieren: „Ich bin leidenschaftlicher Hobbyfotograf und auch Instrumentensammler.“ Wer rastet, der rostet: Also übt das Ehepaar auch heute noch tagtäglich, „damit Finger nicht müde werden und die Technik bleibt.“

Wie gut sie trainiert sind, belegen kommende Konzerte (siehe Kasten), darunter das Geburtstagskonzert im Schloss Ebenthal mit Tochter Gabriela, Enkerln und Sohn István – der Bassbariton hat u. a. Schuberts „Der Tod und das Mädchen“ im Gepäck.

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