Die Kärntner Polizisten werden durch Weiterbildungen auf den Kontakt mit Demenzpatienten vorbereitet. Landesrätin Beate Prettner betont die Wichtigkeit eines achtsamen Umgangs mit Betroffenen.
Anlässlich des Welt-Alzheimer-Tags am 21. September wird auf das Thema Demenz hingewiesen. Tagtäglich wird nämlich auch die Polizei mit der Krankheit konfrontiert. „Das richtige Verhalten in solchen Situationen ist maßgeblich. Darauf sollen die Polizisten bei eigenen Schulungen ausgebildet werden. Ein authentischer Umgang ist wichtig”, betont Allgemeinmedizinerin Jasmin Madrutter: „Demenz ist wie ein Chamäleon. Sie ist vielseitig, sie ist bunt.” Viele Symptome könne man nämlich nicht auf den ersten Blick erkennen.
Polizei wird geschult
Genau deshalb ist es wichtig, die Exekutive für das Thema zu sensibilisieren, denn 10.000 demenzkranke Patienten gibt es alleine in Kärnten. 16 Dienststellen der Polizei gelten als „demenzfreundlich“. Um diesen Status zu erlangen, ist das Absolvieren eines Online-Moduls erforderlich.
„Demenz ist wie ein Chamäleon: Sie ist vielseitig, sie ist bunt.”
Jasmin Madrutter, Allgemeinmedizinerin mit Spezialisierung für Geriatrie und Palliativmedizin
Dienststellen für Demenzkompetenz ausgezeichnet
Zwei Dienststellen in Villach und eine in Velden wurden für ihre Demenzkompetenz bereits ausgezeichnet. Dazu mussten sie zusätzlich zwei weitere Module absolvieren. Das zweite Modul erklärt den achtsamen Umgang und Kommunikation mit Erkrankten. Abschließend sammeln die Beamten Praxiserfahrung in Pflegeeinrichtungen.
Sensibilisieren und empathisch agieren
Anlässlich des Welt-Alzheimer-Tages möchte auch die Landesregierung auf das Thema aufmerksam machen. „Demenz ist ein gesellschaftliches Thema und (k)eine Frage des Alters”, betont Landesrätin Beate Prettner. Das Ziel sei, ein gemäß-kompetentes Kärnten aufzubauen, damit es auch möglichst viel Teilhabe am öffentlichen Leben gibt.
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