Im Rollstuhl, vom Parkinson gezeichnet, sorgte „Zurück in die Zukunft!“-Star Michael J. Fox bei den 78. Primetime Awards für große Rührung. Hollywoodkollegen wie Dakota Fanning, Nicole Kidman oder Harrison Ford schossen die Tränen in die Augen, als der 65-Jährige den „Bob Hope Humanitarian Award“ entgegennahm und seine Dankesrede hielt.
Fox kam im Rollstuhl auf die Bühne und wurde vom Publikum mit stehenden Ovationen empfangen. Der Schauspieler war an diesem besonderen Abend nicht allein: Seine Ehefrau Tracey Pollan (66) und die vier gemeinsamen Kinder standen ihm zur Seite. Schon auf dem roten Teppich hatte die Familie gemeinsam für die Fotografen posiert.
Doch erst seine Rede machte deutlich, wie viel diese Auszeichnung für Fox bedeutete.
Krankheit acht Jahre geheim gehalten
Darin blickte auf das Jahr 1991 zurück. Fox war damals gerade einmal 29 Jahre alt, auf dem Höhepunkt seiner Karriere und längst ein gefeierter Hollywoodstar. Dann erhielt er die Diagnose Parkinson. Acht Jahre lang hielt er seine Erkrankung geheim.
„Ich hatte Angst, dass es meine Arbeit und meine Beziehung zum Publikum beeinflussen würde“, erzählte Fox. Er habe sich gefragt, ob die Menschen noch mit ihm lachen würden, wenn sie von seiner Krankheit wüssten.
So konnte er weitermachen
Doch seine größte Sorge erfüllte sich nicht. Als Fox schließlich öffentlich über Parkinson sprach, erlebte er stattdessen eine Welle der Unterstützung.
„Ihr habt mir das Gefühl gegeben, dass ich weitermachen kann“, sagte er. Und fügte hinzu: „Ich hatte nicht verloren, was ich kann. Und niemand konnte es mir wegnehmen.“
Diese Erkenntnis veränderte sein Leben. Fox machte es sich zur Aufgabe, Parkinson stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken und Geld für die Forschung zu sammeln. Mit seiner Stiftung wurde er zu einem der bedeutendsten privaten Unterstützer der Parkinson-Forschung.
Hier ist der bewegende Auftritt von Michael J. Fox bei den 78. Primetime Emmy Awards eingebunden:
„Entschuldigung, ich verliere den Faden“
Dann stockte der Hollywoodstar mitten in seiner Rede. „Ich fand brillante Menschen, die damit begannen ...“ Einen Moment lang suchte er nach den richtigen Worten. Dann sagte er mit einem entschuldigenden Lächeln: „Entschuldigung, ich verliere den Faden.“
Ein kurzer Satz, der beim Publikum besonders tiefging. Denn Fox hatte zuletzt immer wieder offen darüber gesprochen, dass ihm das Auswendiglernen von Texten wegen seiner Erkrankung zunehmend schwerfällt. Seine Karriere musste er deshalb mehrfach unterbrechen.
Umso berührender war es, dass er für die Apple-TV-Serie „Shrinking“ noch einmal vor die Kamera zurückkehrte. Für seine Rolle erhielt Fox in diesem Jahr seine 19. Emmy-Nominierung.
Hollywoodstars kämpften mit den Tränen
Am Ende seiner Rede erhob sich der Saal ein zweites Mal geschlossen für ihn. Unter den Stars, die sichtlich mit den Tränen kämpften, waren auch sein „Shrinking“-Kollege Harrison Ford (84) und Nicole Kidman (59).
Mit dem „Bob Hope Humanitarian Award“ gehört Fox nun zu einem sehr kleinen Kreis. Die renommierte Auszeichnung wurde bislang nur sieben Menschen verliehen. Zu ihnen zählen unter anderem Oprah Winfrey, Danny Thomas, George Clooney, Sean Penn sowie Ted Danson und Mary Steenburgen.
Fox selbst gibt die Hoffnung nicht auf, dass die Krankheit eines Tages besiegt werden kann. Erst kürzlich hat er angekündigt, dass er vor seinem Tod noch ein Heilmittel gegen Parkinson finden wird.
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