Unfall mit Wassertaxi
Venedig: Leiche von zweitem Opfer entdeckt
Nun ist es Gewissheit. Nach tagelanger Suche ist eine nach einem Zusammenprall zwischen einem Wassertaxi und einem Motorboot als vermisst gemeldete Frau (26) tot in den Gewässern von Venedig gefunden. Zuvor war bereits ihr 25 Jahre alter Ehemann nach der Einlieferung in ein Krankenhaus gestorben. Die Suche nach der brasilianischen Vermissten hatte die Lagunenstadt in den vergangenen Tagen bewegt.
Die 26-Jährige war gemeinsam mit ihrem Ehemann in einem kleinen Boot auf dem Tessera-Kanal unterwegs, als das Boot mit einem Wassertaxi kollidierte. Das Paar hatte erst drei Monate zuvor geheiratet und war mit einem kleinen Fischerboot von der Insel Burano aufgebrochen. Vor Tessera, nur wenige Kilometer vom Flughafen Venedig entfernt, kam es zum Zusammenstoß. Der Mann starb am Sonntag im Krankenhaus von Mestre.
Einziger Augenzeuge: Fahrer des Wassertaxis
Die Staatsanwaltschaft von Venedig leitete eine Untersuchung ein, um den genauen Hergang des Unfalls zu rekonstruieren. Der Zusammenstoß ereignete sich noch vor Sonnenaufgang, bei Dunkelheit und Nebel. Nach bisherigen Erkenntnissen gibt es nur einen direkten Augenzeugen des Unfalls: den Fahrer des Wassertaxis.
Kameras, die den Zusammenstoß aufgezeichnet haben könnten, gibt es an der Unglücksstelle nicht. Damit fehlen wichtige Anhaltspunkte für die Ermittler. Sie müssen nun klären, wie die beiden Boote aufeinandertrafen, welchen Kurs sie jeweils fuhren und ob möglicherweise zu spät reagiert wurde. Die Aussagen des Taxifahrers sollen mit den Spuren am geborgenen Boot und den weiteren Erkenntnissen der Unfallaufnahme abgeglichen werden. Nach Einschätzung der Ermittler dürfte nicht die Dunkelheit allein für den Unfall verantwortlich gewesen sein. Die schwere Zerstörung des kleinen Bootes lasse vielmehr auf einen heftigen Aufprall schließen.

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