Sabotage auf die Bahn
Niederlande: Rohre „vorsätzlich“ auf Gleise gelegt
In den Niederlanden kam es am Dienstagvormittag zu einer massiven Beeinträchtigung des Bahnverkehrs. Unbekannte hatten Rohre an mehr als 20 Stellen auf die Gleise gelegt, wie der niederländische Schienennetzbetreiber ProRail mitteilte.
Betroffen war vor allem der Zugverkehr in weiten Teilen des Nordens und der Mitte des Landes. Im morgendlichen Berufsverkehr kam es aber zu Störungen im gesamten Bahnnetz. Rund um Zwolle stand laut Schienennetzbetreiber ProRail zeitweise alles still. Auch zwischen Utrecht und Gouda sowie zwischen Apeldoorn und Deventer verkehrten zunächst keine Züge.
Behinderungen auch im Straßenverkehr
Auch mehrere Bahnübergänge seien betroffen gewesen, was wiederum zu Behinderungen im Straßenverkehr führte. Es sei klar, dass die Rohre „dort vorsätzlich abgelegt“ wurden, sagte eine Sprecherin von ProRail der niederländischen Nachrichtenagentur ANP.
Rohre an 20 Stellen „vorsätzlich abgelegt“
Es sei klar, dass die Rohre an 20 verschiedenen Stellen „vorsätzlich abgelegt“ wurden, hieß es von ProRail. Dadurch habe das Computersystem der Bahn Signale bekommen, wonach die Gleise an den betroffenen Stellen belegt und nicht befahrbar seien. Am Dienstagnachmittag wurden Gegenstände auf den Gleisen entfernt und der Bahnbetrieb lief wieder an, wie ProRail laut der Nachrichtenagentur AFP mitteilte.
Zu möglichen Motiven für die Sabotageakte gab es zunächst keine Erkenntnisse. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

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