Überraschende Wendung

Musk lässt Wettbewerbsklage gegen Apple fallen

Ausland
15.09.2026 07:09
Porträt von krone.at
Von krone.at

Tech-Milliardär Elon Musk lässt seine Klage, in der er Apple unfairen Wettbewerb vorwirft, fallen. Er hatte den iPhone-Konzern sowie den ChatGPT-Erfinder OpenAI vor gut einem Jahr vor Gericht gezerrt. Musks Behauptung damals: Apple behindere andere Chatbots wie seine Software Grok, um ChatGPT einen Vorteil zu verschaffen.

Jetzt hieß es in Gerichtsunterlagen, die Vorwürfe gegen Apple seien ausgeräumt worden – ohne Details dazu, auf welche Weise genau. Die Klage gegen OpenAI bleibe aber bestehen.

Fehde währt lange
Musk, der einst ein früher Investor bei dem ChatGPT-Entwickler war, führt schon seit Jahren eine Fehde gegen OpenAI-Chef Sam Altman. Unter anderem warf er ihm vor Gericht vor, das ursprünglich als gemeinnützige Organisation angelegte OpenAI widerrechtlich in eine auf Profit ausgerichtete Firma umgewandelt und davon profitiert zu haben. Geschworene in Kalifornien entschieden in dem Prozess gegen Musk.

Musks Vorwürfe gegen Apple gingen auf eine 2024 vorgestellte Kooperation des Konzerns mit OpenAI zurück. Dabei können Nutzer von iPhones und anderen Geräten Anfragen, die die hauseigene Sprachassistentin Siri nicht beantworten kann, an ChatGPT weiterreichen. Kurz bevor Musks Rückzieher bekannt wurde, führte Apple in den USA eine neue Version von Siri ein, die mit Hilfe Künstlicher Intelligenz verbessert wurde. Sie wurde bei Apple selbst entwickelt – und zugleich diente Googles KI-Modell Gemini dabei als Basis für einige Funktionen.

Musk erhob Monopolvorwurf
Musk führte bei seiner Klage an, Apple sei ein Monopolist im Smartphone-Markt in den USA mit einem Anteil von 65 Prozent, und OpenAI halte ein Monopol bei KI-Chatbots mit 80 Prozent. Das war seine Basis dafür, ihnen wettbewerbswidriges Verhalten vorzuwerfen. Ziel der Klage war neben Schadenersatz ein Verbot der Kooperation.

Zum Zeitpunkt der Klage stand Grok in der Kritik: Musks Chatbot hatte mit antisemitischen Äußerungen und Lob für Adolf Hitler für einen Eklat gesorgt. Musks KI-Firma xAI führte dies auf einen Programmierfehler zurück. Inzwischen ließ der Tech-Milliardär xAI in seiner Weltraumfirma SpaceX aufgehen.

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