Nach einem Raubüberfall auf ein Geschäft im tschechischen Břeclav stoppte die Polizei das Fluchtauto bei Großkrut nahe der A5 in Niederösterreich. Darin saßen zwei 20-jährige Frauen sowie zwei Burschen im Alter von 13 und 14 Jahren. Masken, eine Schreckschusspistole und die Beute lagen im Wagen.
Nur eine Viertelstunde nach dem Überfall begann die grenzüberschreitende Fahndung: Zwei maskierte Personen hatten am Freitag gegen 18.45 Uhr ein Geschäft im tschechischen Břeclav überfallen. Anschließend sollen sie mit einem weißen Pkw mit Wiener Kennzeichen geflüchtet sein.
Gegen 19 Uhr verständigten die tschechischen Behörden das Polizeikooperationszentrum Drasenhofen. Kurz darauf entdeckten Beamte der Autobahnpolizei Großkrut das gesuchte Fahrzeug auf der B 47. Im Bereich der Auffahrt Großkrut zur A5 wurde der Wagen gestoppt.
Masken, Pistole und Beute im Auto
Im Fahrzeug befanden sich vier österreichische Staatsbürger aus Wien: eine 20-jährige Lenkerin, eine gleichaltrige Beifahrerin sowie ein 13- und ein 14-Jähriger auf der Rückbank. Bei der Durchsuchung stellten die Polizisten mehrere Sturmmasken, eine Schreckschusspistole und Bargeld in Kronen und Euro sicher.
Die gefundene Summe lag im vierstelligen Bereich und entsprach laut Polizei der Beute aus dem Raubüberfall. Die weiteren Ermittlungen übernahm der Ermittlungsbereich Raub des Landeskriminalamts Niederösterreich.
Frauen gestanden Beteiligung teilweise
Bei ihren Einvernahmen zeigten sich die beiden 20-Jährigen teilweise geständig. Sie sollen bei dem Überfall als Fluchtfahrerin beziehungsweise Aufpasserin fungiert haben. Nach Abschluss der Ermittlungen werden sie bei der Staatsanwaltschaft Wien angezeigt. Der 13- und der 14-Jährige sind nach tschechischem Recht noch nicht strafmündig. Die Strafmündigkeit beginnt dort erst mit 15 Jahren.
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