Vor Eishockey-Start

Doping-Schock: Zündel von 99ers fristlos entlassen

Eishockey
15.09.2026 11:47
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Aufregung im heimischen Eishockey! Wie die Graz99ers bekanntgaben, wurde Top-Spieler Kilian Zündel von der ÖADR, der Österreichischen Anti-Doping Rechtskommission, für zwei Jahre gesperrt, da er gegen die Anti-Doping-Regularien des Internationalen Eishockeyverbandes IIHF verstoßen habe. Von den 99ers wurde Zündel daraufhin fristlos entlassen.

Die Österreichische Anti-Doping Rechtskommission hat die 99ers zuletzt über ein Verfahren gegen Kilian Zündel wegen eines Verstoßes gegen die Anti-Doping Bestimmungen der WADA (World Anti-Doping Agency) informiert. Demnach habe Zündel am 30. April 2026 – nach Beendigung der Finalserie und der Saison ICE Hockey League – eine intravenöse Infusion von insgesamt mehr als 100 Millilitern innerhalb eines Zeitraums von zwölf Stunden verabreicht bekommen. Dies ist laut WADA eine verbotene Methode und steht auf der sogenannten  „Prohibited List 2026“.

Die Doping-Regularien des Internationalen Eishockeyverbandes IIHF sehen in diesem Fall eine Sperre von zwei Jahren, bis September 2028, vor. Zündel akzeptiert die Rechtsmaßnahme und verzichtet auf jedwede Rechtsmittel.

99ers-Präsident Herbert Jerich
99ers-Präsident Herbert Jerich(Bild: GEPA)

Die Graz99ers sahen sich in Folge dessen gezwungen, Kilian Zündel fristlos zu entlassen. Zudem betont Präsident Herbert Jerich, dass diese oder eventuelle andere Behandlungsmethoden von einem Privatarzt von Kilian Zündel durchgeführt wurden und es zu keinem Zeitpunkt eine Abstimmung mit dem Verein bzw. dessen medizinischem Personal gegeben habe.

„Klar unsere Werte verletzt“
„Diese Situation trifft uns aus völlig heiterem Himmel. Wir sehen damit aber ganz klar unsere Werte sowie die Werte eines fairen, sauberen Sports verletzt. Wir haben beim Thema Doping, in welcher Form auch immer, eine absolute Null-Toleranz. Unsere Spieler wurden und werden regelmäßig und engmaschig von der NADA (Nationale Anti-Doping Agentur, Anm.) getestet und alle diese Tests waren bislang ausnahmslos negativ“, so Jerich.

„Keinerlei verbotene Substanzen“
Zündel selbst erklärt sein Handeln wie folgt:  „Mir ist natürlich völlig bewusst, dass ich einen Fehler gemacht habe. Umso wichtiger ist es mir jedoch, loszuwerden, dass ich keinerlei verbotene, gegen die Dopingbestimmungen verstoßende Substanzen zu mir genommen oder verabreicht bekommen habe. Es handelte sich lediglich, nach einer kräfteraubenden Saison, um eine der Regeneration dienende Vitamininfusion.“

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