Am Flughafen Leipzig

Russen-Geheimagent steckt hinter Drohnenanschlag

Außenpolitik
12.09.2026 10:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Anfang August ist ein Drohnenanschlag auf den Leipziger Flughafen in Deutschland gescheitert. Jetzt haben Ermittler herausgefunden, dass ein Mitarbeiter des russischen Militärsgeheimdiensts GRU daran beteiligt gewesen sein soll. Besonders pikant: Er war schon bei seiner Einreise nach Deutschland verdächtig.

Nach dem Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig/Halle laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Die Spur führt die Ermittler direkt zum russischen Militärgeheimdienst GRU. Laut der „Welt am Sonntag“ benennen geheime Ermittlungsunterlagen einen mutmaßlichen GRU-Mitarbeiter als Logistiker der Operation.

Bei dem Verdächtigen handle es sich um eine Person aus Russland, berichtete das Blatt unter Berufung auf Sicherheitskreise. Er habe die Vorbereitung organisiert.

Verdächtig, aber nicht observiert
Der Mann sei über die Türkei nach Deutschland eingereist und später über den Flughafen Berlin-Brandenburg nach Serbien ausgereist. Den Ermittlern sei seine Verbindung zum Geheimdienst bei der Einreise bekannt gewesen, er sei jedoch nicht observiert worden. Der Mann halte sich inzwischen wieder in Russland auf. Die Regierung in Moskau weist jede Beteiligung zurück.

Was in Leipzig passiert ist
Am Abend des 4. August war auf dem Flughafen Leipzig/Halle eine mit Sprengstoff beladene Drohne nahe einer ukrainischen Antonow-Transportmaschine entdeckt und entschärft worden. Später wurden zwei weitere Drohnen gefunden. Die Spur zu den Verdächtigen führte der deutschen Regierung zufolge unter anderem über Drohnenkonfiguration, Sprengstoff und Zündtechnik. Diese seien am Tatort sichergestellt worden und aus anderen hybriden Operationen Russlands bekannt.

Deutschland macht Russland verantwortlich
Die deutsche Regierung hatte Russland Anfang September offiziell für den Vorfall verantwortlich gemacht und als Reaktion unter anderem das russische Generalkonsulat in Bonn geschlossen. Moskau reagierte darauf mit der Schließung mehrerer deutscher Kulturinstitute (Goethe-Institute) in Russland. Deutschland und die NATO unterstützen die Ukraine in ihrem jahrelangen Abwehrkrieg gegen Russland.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

krone.tv

Top 3
Top Gutscheine
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung