Spricht im Pentagon

Trump bei 9/11-Gedenkfeier: „Deshalb kämpfen wir“

Außenpolitik
11.09.2026 17:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Vor 25 Jahren starben bei den terroristischen Anschlägen auf die USA fast 3000 Menschen. „Wir werden das niemals vergessen“, sagte US-Präsident Donald Trump bei einer 9/11-Gedenkveranstaltung. „Deshalb kämpfen wir heute“, fügte er mit Blick auf den Iran-Krieg dazu.

„In 25 Jahren ist seit den Terroranschlägen eine Generation vergangen“, sagte Trump am Pentagon in der Nähe von Washington D.C.. „Doch die Zeit hat die Bedeutung jenes Tages nicht getrübt, an dem unser Land dem wahren Bösen gegenüberstand“, zitierte ihn der Sender BBC. Der 11. September habe „uns an die schreckliche Macht des Hasses erinnert“, aber auch „die Kraft des amerikanischen Geists gezeigt“, sagte der US-Präsident.

Trump sprach in seiner Rede explizit über den Iran. „Wir zollen den Soldaten unseren Respekt, die gerade jetzt dafür sorgen, dass der weltweit größte Förderer des Terrors, die Islamische Republik Iran, niemals, niemals eine Atomwaffe besitzen wird“, sagte er.

US-Präsident Donald Trump (links) und US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (rechts)
US-Präsident Donald Trump (links) und US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (rechts)(Bild: AP/Manuel Balce Ceneta)

Zuvor hatte schon Verteidigungsminister Pete Hegseth in seiner Rede den Iran-Krieg erwähnt. „In den vergangenen sechs Monaten haben wir den weltweit aktivsten staatlichen Förderer des Terrorismus zerschlagen“, meinte er. „Unsere Soldaten haben gegen eine islamische Theokratie gekämpft, die uns seit fast einem halben Jahrhundert den Tod wünscht.“

Was am 11. September 2001 passierte

  • Terroristen des islamistischen Netzwerks Al-Kaida entführten am 11. September 2001 vier Passagierflugzeuge.
  • Zwei davon steuerten in die Türme des World Trade Centers.
  • Ein weiteres Flugzeug traf das Pentagon – Hauptsitz des Verteidigungsministeriums – bei Washington.
  • Eine vierte Maschine stürzte in Pennsylvania ab, nachdem die Passagiere Widerstand gegen die Entführer geleistet hatten. Welches Ziel die Entführer mit der vierten Maschine hatten, ist bis heute unklar.
  • Bei der islamistischen Terrorattacke starben vor 25 Jahren fast 3000 Menschen.

In New York verlasen Angehörige am Ort des Anschlags auf die Zwillingstürme des World Trade Centers die Namen der Getöteten. Vize-Präsident JD Vance und ehemalige US-Präsidenten waren bei der Gedenkveranstaltung in New York dabei.

US-Vizepräsident JD Vance in New York
US-Vizepräsident JD Vance in New York(Bild: AFP/ANGELA WEISS)
Die ehemalige First Lady Michelle Obama und der ehemalige US-Präsident Barack Obama
Die ehemalige First Lady Michelle Obama und der ehemalige US-Präsident Barack Obama(Bild: AFP/MICHAEL M. SANTIAGO)
Die ehemaligen US-Präsidenten Joe Biden (links) und George W. Bush (rechts) treffen bei der ...
Die ehemaligen US-Präsidenten Joe Biden (links) und George W. Bush (rechts) treffen bei der Gedenkstätte in New York ein.(Bild: AFP/ANGELA WEISS)
Der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani
Der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani(Bild: AFP/BARRY WILLIAMS)
Tausende trauern um die Opfer des 11. Septembers 2001.
Tausende trauern um die Opfer des 11. Septembers 2001.(Bild: AFP/MICHAEL M. SANTIAGO)
Eine Frau gedenkt bei der Gedenkstätte den Opfern des Anschlags.
Eine Frau gedenkt bei der Gedenkstätte den Opfern des Anschlags.(Bild: EPA/Dave Sanders / POOL)

Schweigeminuten für Opfer
Während der Zeremonie in New York wurden mehrere Schweigeminuten abgehalten. Erstmals soll in diesem Jahr so auch der Opfer gedacht werden, die an den Folgen der Anschläge vom 11. September gestorben sind. Nach Angaben der US-Regierung hat die Zahl der Menschen, die durch gesundheitliche Probleme infolge der Anschläge gestorben sind, die der Opfer am Tag der Anschläge selbst bereits „weit überschritten“.

Die zentrale Gesundheitsbehörde der USA (CDC) verzeichnet bisher etwa mehr als 57.000 Fälle von Krebs infolge der Anschläge. Durch den Einsturz der 400 Meter hohen Türme und anhaltender Brände entstand ein hochgiftiger Cocktail aus pulverisiertem Beton, Glas, Gipskarton, verbrannten Kunststoffen und weiteren Schadstoffen, der die Luft auch Wochen nachher noch stark gesundheitsschädlich machte.

Klare Worte aus Österreich
Für ÖVP-Bundeskanzler Christian Stocker markiert der 11. September 2001 bis heute einen Wendepunkt in der Geschichte, „der unser Verständnis von Sicherheit und Freiheit nachhaltig verändert hat“. Österreich bekennt sich laut Aussendung des Bundeskanzleramts zu einer Null-Toleranz-Politik gegenüber Terrorismus und Extremismus, „in jeder Form und unabhängig davon, aus welcher ideologischen oder religiösen Richtung er kommt“.

„Terror darf nicht gewinnen“
„Unsere freie Art zu leben und unsere liberale Demokratie ist bedroht. Terror will Misstrauen säen und uns spalten – dabei darf er nicht gewinnen“, schrieb Bundespräsident Alexander Van der Bellen in Online-Postings. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) gedachte den Opfern der Anschläge via X. „Auch als Mitglied des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen 2027/28 wird Österreich zu den gemeinsamen Anstrengungen gegen den Terrorismus beitragen.“

FPÖ-Chef Herbert Kickl erinnerte in einer Aussendung an die „schlimmste Terrorattacke der Neuzeit“. Aus den „sicherheitspolitischen Fehlentwicklungen der vergangenen Jahrzehnte“ müssten Europa und Österreich „endlich die richtigen Schlüsse“ ziehen, so Kickl. Österreich könne gerade bei der internationalen Zusammenarbeit gegen Terrorismus einen wichtigen Beitrag leisten, betonte Petra Bayr, außenpolitische Sprecherin der SPÖ.

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