Nur wenige Ereignisse haben die Welt so sehr erschüttert wie die terroristischen Anschläge am 11. September 2001. Am Freitag jähren sie sich zum 25. Mal. Tausende US-Amerikaner gedenken der fast 3000 Todesopfer.
25 Jahre nach den terroristischen Anschlägen auf die USA gedenken Amerikaner und Amerikanerinnen am Freitag der Opfer des 11. September 2001. Bei der islamistischen Terrorattacke starben vor 25 Jahren fast 3000 Menschen. US-Präsident Donald Trump wird bei einer Gedenkveranstaltung am Pentagon in der Nähe von Washington D.C. erwartet.
In New York sollen Angehörige in der Früh am Ort des Anschlags auf die Zwillingstürme des World Trade Centers die Namen der Getöteten verlesen. Vize-Präsident JD Vance und alle noch lebenden ehemaligen US-Präsidenten werden bei der Gedenkveranstaltung in New York dabei sein.
Schweigeminuten für Opfer
Während der Zeremonie in New York werden mehrere Schweigeminuten abgehalten. Erstmals soll in diesem Jahr so auch der Opfer gedacht werden, die an den Folgen der Anschläge vom 11. September gestorben sind. Nach Angaben der US-Regierung hat die Zahl der Menschen, die durch gesundheitliche Probleme infolge der Anschläge gestorben sind, die der Opfer am Tag der Anschläge selbst bereits „weit überschritten“.
Die zentrale Gesundheitsbehörde der USA (CDC) verzeichnet bisher etwa mehr als 57.000 Fälle von Krebs infolge der Anschläge. Durch den Einsturz der 400 Meter hohen Türme und anhaltender Brände entstand ein hochgiftiger Cocktail aus pulverisiertem Beton, Glas, Gipskarton, verbrannten Kunststoffen und weiteren Schadstoffen, der die Luft auch Wochen nachher noch stark gesundheitsschädlich machte.
Schon am Mittwoch ließ eine beeindruckende Lichtshow den Himmel über New York erstrahlen. Insgesamt 2977 einzelne Lichter – eines für jeden Menschen, der bei den Anschlägen ums Leben kam – ließen die Twin Towers noch einmal auferstehen.
Klare Worte aus Österreich
Für ÖVP-Bundeskanzler Christian Stocker markiert der 11. September 2001 bis heute einen Wendepunkt in der Geschichte, „der unser Verständnis von Sicherheit und Freiheit nachhaltig verändert hat“. Österreich bekennt sich laut Aussendung des Bundeskanzleramts zu einer Null-Toleranz-Politik gegenüber Terrorismus und Extremismus, „in jeder Form und unabhängig davon, aus welcher ideologischen oder religiösen Richtung er kommt“. „Heute wie damals stehen wir entschlossen an der Seite all jener, die für Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und ein friedliches Miteinander eintreten“, so Stocker.
„Terror darf nicht gewinnen“
„Unsere freie Art zu leben und unsere liberale Demokratie ist bedroht. Terror will Misstrauen säen und uns spalten – dabei darf er nicht gewinnen“, schrieb Bundespräsident Alexander Van der Bellen in Online-Postings. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) gedachte den Opfern der Anschläge via X. „Auch als Mitglied des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen 2027/28 wird Österreich zu den gemeinsamen Anstrengungen gegen den Terrorismus beitragen.“
FPÖ-Chef Herbert Kickl erinnerte in einer Aussendung an die „schlimmste Terrorattacke der Neuzeit“. Aus den „sicherheitspolitischen Fehlentwicklungen der vergangenen Jahrzehnte“ müssten Europa und Österreich „endlich die richtigen Schlüsse“ ziehen, so Kickl. Österreich könne gerade bei der internationalen Zusammenarbeit gegen Terrorismus einen wichtigen Beitrag leisten, betonte Petra Bayr, außenpolitische Sprecherin der SPÖ.
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