Jener 20-jährige Wiener, der am 3. September in Istanbul von der Polizei erschossen wurde, hatte in der Türkei einen Terroranschlag im Namen des IS geplant. 2024 hatte sich der Mann per Internet zu radikalisieren begonnen. Weswegen ihn seine Eltern schließlich sogar angezeigt hatten.
Der 20-jährige IS-Fanatiker hatte – vermutlich schon über Monate hindurch – einen Terroranschlag in der Türkei geplant, die dortige Polizei von seinen grauenhaften Plänen erfahren. Und versucht, den brandgefährlichen Mann am 3. September zu verhaften. Woraufhin er auf die Beamten feuerte – und in der Folge erschossen wurde.
Das Ende der unfassbaren Geschichte um einen jungen Wiener, der sich ab 2024 laufend mehr per Internet radikalisiert hatte, dessen verzweifelte Eltern im Sommer 2025 der „Krone“ ein Interview gegeben hatten. Nachdem sie ihren Sohn wegen seiner erschreckenden Gesinnung angezeigt – und damit ins Gefängnis gebracht hatten.
Die Eltern meines Klienten glaubten zuletzt, ihr Sohn wäre geläutert. Offenkundig hatte er es am Ende geschafft, vor ihnen seinen Fanatismus zu verbergen.

Astrid Wagner, die Anwältin des Erschossenen
Bild: Klemens Groh
Noch in Wien wollte er ein Gewehr kaufen
Fakt ist: Nach mehreren Monaten in U-Haft wurde der Bursch aus der Justizanstalt Josefstadt entlassen. Und verhielt sich abermals auffällig. War unzugänglich. Ließ sich wieder einen Bart wachsen; kümmerte sich nicht um eine neue Lehrstelle; verbrachte die Tage hauptsächlich damit, zu chatten – vermutlich mit „Glaubensbrüdern“. Am 3. März 2026 wollte er in einem Waffengeschäft ein Gewehr kaufen, kam daraufhin abermals hinter Gitter.
Bei seinem Prozess im vergangenen Frühjahr bekam er 24 Monate, teilbedingt. Durfte in Freiheit. Und gab sich seiner Familie gegenüber geläutert. Im Juli setzte er sich nach Istanbul ab ...
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