GUTEN MORGEN

„An einen Führer abgeben“|Der „gefährlichste Mann“

„An einen Führer abgeben“. „Die Rückkehr der deutschen Teilung“ betitelt „Krone“-Außenpolitik-Doyen Kurt Seinitz heute in der „Krone“ seine Analyse zur Eroberung des deutschen Ostens durch die rechte AfD. Unser Experte schildert, was sich bei den Wahlkampfauftritten von Ulrich Siegmund in Sachsen-Anhalt tut. Siegmund wird in den Tagen vor der morgigen Landeswahl, bei der die AfD wohl zur stärksten Partei wird, mit „Ulli, Ulli“-Sprechchören von seinen vielen Fans empfangen. Ein wenig sarkastisch spitzt das Seinitz zu, wenn er schreibt: „Da kommt ihr Befreier vom Wessi-Joch und die Wutbürger sind bereit, ihre eigene, nur mäßig entwickelte Eigenverantwortung an einen Führer abzugeben.“ Ja, es ist wirklich eine bemerkenswerte, in den Augen vieler bedenkliche Entwicklung, die sich hier im Gebiet der Ex-DDR vollzieht.

Der „gefährlichste Mann“. Die AfD ist auf Erfolgskurs. Sie verdränge, weiß Seinitz, „die schlechte Laune der frustrierten Ossis von dem Gefühl, ferngesteuert zu werden von den ,deutsch sprechenden Amerikanern´ im westlichen Teil der Bundesrepublik Deutschland.“ Die AfD habe sich seit Jahren strategisch auf die Regierungsmacht vorbereitet. „Ulli“ Siegmund, der Popstar der AfD in Sachsen-Anhalt, den „Der Spiegel“ zum „gefährlichsten Mann Deutschlands“ hochstilisierte, will das Land nur regieren, wenn er eine Alleinregierung bilden kann. Tatsächlich wäre es möglich, eine Mandatsmehrheit zu erreichen, wenn andere Parteien unter die 5-Prozent-Klausel fallen und so nicht zählen. Was dann geschieht – es lässt sich kaum ausmalen.

Kommen Sie gut durch den Samstag!

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