Rekordhafte 45,7 Grad
Spanien misst höchste Temperatur seit Jahresbeginn
In Spanien ist mit 45,7 Grad die höchste Temperatur seit Jahresbeginn gemessen worden – mit der sich zugleich der bisherige Rekordwert in einem September wiederholte.
Die 45,7-Grad-Marke sei am Donnerstag im andalusischen El Granado im Südwesten des Landes in der Provinz Huelva erreicht worden, teilte der spanische Wetterdienst Aemet am Freitag in Online-Netzwerken mit.
Schon 2016 war im andalusischen Montoro mit 45,7 Grad die höchste September-Temperatur seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen worden. Für kleine Teile von Andalusien hatte Aemet am Donnerstag die höchste Hitze-Alarmstufe Rot ausgerufen. Es war das erste Mal seit ihrer Einführung im Jahr 2007, dass die höchste Warnstufe in einem September galt.
Tausende Hitze-Tote
Vor der gegenwärtigen Hitze hatte Spanien im Sommer bereits unter mehreren Hitzewellen mit Temperaturen von deutlich über 40 Grad gelitten. Diese führten zu tausenden Hitze-Toten, Dürre und niedrigen Pegelständen der Flüsse und trugen zu schweren Waldbränden bei. Wissenschaftern zufolge führt die fortschreitende globale Erwärmung dazu, dass sich solche Wetterextreme verstärken und häufiger auftreten.
„Unfehlbares Zeichen“ der Erderwärmung
Nach Aemet-Angaben vom Donnerstag war der Zeitraum Jänner bis August in Spanien so warm wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Durchschnittstemperatur sei noch einmal deutlich wärmer gewesen als in den vier bisher heißesten Zeiträumen Jänner bis August, die alle in den vier vergangenen Jahren gemessen wurden. Dies sei ein „unfehlbares Zeichen, dass sich die Erwärmung in Spanien beschleunigt“, erklärte die Meteorologiebehörde.

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