„Mondo tut mir leid“

Karalis löst verletzten Duplantis als Sieger ab

Sport-Mix
04.09.2026 22:15
Porträt von Olaf Brockmann
Von Olaf Brockmann

Zahltag für die Leichtathleten! Aber ausgerechnet Mondo Duplantis, der schwedische Überflieger, ging beim Finale der Diamond League in Brüssel leer aus. Beim Einspringen spürte er heftige Muskelschmerzen und verzichtete auf ein Antreten, sodass Emmanouil Karalis mit dem Meetingrekord von 6,12 m erstmals das Finale gewann und die Prämie von 60.000 Dollar einstreifte.

„Mondo tut mir sehr leid, das war Pech für ihn. Aber ich natürlich überglücklich über meinen Sieg, die Zuschauer haben mich über die 6,12 m getrieben“, meinte der Grieche, der in Brüssel in die Fußstapfen von Mondo Duplantis trat. Der Weltrekordler hatte das Finale der Diamond League fünfmal in Folge gewonnen. Diese Serie riss. Duplantis aber wollte auch nichts vor der Ultimate Championship nächste Woche in Budapest riskieren, wo er die Rekordprämie von 150.000 Dollar für den Sieg jagt.

Mondo Duplantis
Mondo Duplantis(Bild: EPA/Olivier Matthys)

Jubel um Carl Lewis
16 Gesamtsieger der Diamond League 2026 wurden am Freitag bei dem zweigeteilten Finale bereits ermittelt, die restlichen Entscheidungen gehen hier am Samstag über die Bühne. Mit diesem Finale begeht Brüssel zugleich sein 50. Ivo-van-Damme-Memorial. Dieses Meeting findet seit 1977 in Gedenken des tödlich verunglückten zweimaligen Olympia-Zweiten von Montreal 1976 statt. Viele der Stars, die einst dieses Memorial geprägt hatten, waren Ehrengäste – wie auch der umjubelte Carl Lewis, der zum Jubiläum in die „Hall of Fame“ dieses Meetings aufgenommen wurde.

Carl Lewis
Carl Lewis(Bild: AFP/JOHN THYS)

Weltmeister gewann den Sprint
Vor den Augen von „King Carl“, einst auch 100-m-Weltekordler, gewann Weltmeister Oblique Seville (Jam) den Sprint in 9,90 Sekunden. So wie über 100 m, so trotzten die Athleten und Athetinnen im König-Boudewijnstadion noch bestmöglich den kühlen abendlichen Temperaturen. Wie auch Weltrekordler Ja’Kobe Tharp, der über 110 m Hürden in 13,03 einen Dreifachsieg der USA anführte, als er vor Jamal Britt (13,09) und Trey Cunningham (13,22) gewann.

Wieder ein Hit im Diskuswurf
Neben Karalis sorgten auch die zweimalige Weltmeisterin Chase Jackson (USA) im Kugelsoßen mit 21,14, Faith Cherotich (Ken) über 3000 m Hindernis in 8:51,61, Emmanuel Wanyonyi (Ken) über 800 m in 1:41,80 sowie Kristjan Ceh (Slo) im Diskuswurf mit 71,29 m für Meeting-Rekorde. So wie schon bei der EM in Birmingham, so war auch in Brüssel der Diskuswurf wieder ein Hit. Weltrekordler Mykolas Alekna (Lit) wurde mit 70,14 m Zweiter.

Jakob Ingebrigtsen
Jakob Ingebrigtsen(Bild: EPA/OLIVIER HOSLET)

Jakob Ingebrigtsen geschlagen
Olympiasieger Jakob Ingebrigtsen (Nor), nach seiner einjährigen Verletzungspause noch Europameister in Brimingham, musste sich über 1500 m in 3:30,52 in Brüssel diesmal mit dem vierten Platz zufriedengeben. Er wurde auf der Zielgeraden noch überspurtet, die 60.000 Dollar Siegprämie sicherte sich der Australier Cameron Myers in 3:30,14.

Fällt noch ein Weltrekord?
Insgesamt gab es bisher heuer bei der Diamond League vier Weltrekorde – und zwar durch Josh Kerr (Gb) über die Meile (3:42,66), Emmanuel Wanyonyi (Ken) über 1000 m (2:11,83), Alison dos Santos (Bra) über 400 m Hürden (45,80) und Masai Russell (USA) über 100 m Hürden (12,09). Ob am Samstag, dem zweiten und letzten Tag des Damond-League-Finals, noch ein Rekord fällt, steht in den Sternen. Russell traut sich aber zu, bei idealen Bedingungen sogar unter 12,00 Sekunden laufen zu können. Und schließlich steht am Samstag noch der 800-m-Hit der Frauen mit Audrey Werro (Sz) und Femke Broeders-Bol (Hol) auf dem Programm. Werro hatte sich heuer mit 1:53,70 dem Uralt-Rekord der Tschechin Jarmila Kratochvilová (1:53,28) weiter genähert. Schon jetzt zog Petr Stastny, CEO der Diamond League, sein Fazit für 2026: „Das war die beste Saison der Diamond League aller Zeiten.“ Die Premiere hatte 2010 in Doha stattgefunden.

Christania Williams
Christania Williams(Bild: ÖLV/amri.sports)

Samstag Williams über 100 m
War im vergangenen Jahr noch Endiorass Kingley beim Finale in Zürich im Dreisprung als Sechster dabei, so ist Österreich heuer bei der letzten Station der Leichtathletik-Königsklasse nicht vertreten. ÖLV-Rekordlerin Christania Williams jedoch hat die große Ehre, am Samstag im Vorprogramm in einem stark besetzten Einladungslauf über 100 m der Frauen starten zu dürfen. Am vergangenen Sonntag hatte sie beim ISTAF den tollen dritten Platz belegt und trifft in Brüssel erneut auf Sabrina Dockery (Jam), die in Berlin gewonnen hatte.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

KMM
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung