Es hat lange gedauert, aber in den Sommergesprächen ist plötzlich wie das Ungeheuer von Loch Ness ein neues Thema aufgetaucht: Man sollte, so der Bundeskanzler, ein Vorsorgedepot schaffen. Eines, bei dem auch in Aktien und anderen Wertpapieren angespart werden kann. Vor allem für Kinder, so der frischgebackene Opa, wäre das sinnvoll.
An dieser Stelle habe ich im Lauf der Jahre etliche Male für so ein Vorsorgemodell plädiert. Warum? Weil klar ist, dass unser „Umlageverfahren“ (die Pensionen werden aus den aktuellen Beiträgen finanziert) in absehbarer Zeit nicht mehr funktionieren wird. Die Menschen werden erfreulicherweise immer älter, das belastet das Pensionssystem genauso wie die Gesundheitskosten.
Ein Vorsorgemodell, das auf Aktien-Investments aufbaut, bringt hingegen langfristig höhere Renditen als „sichere“ Sparbücher.
Jetzt führt sogar Deutschland als vorletztes europäisches Land ein Vorsorgemodell ein. In den Erläuterungen wird ausdrücklich festgehalten, dass es sinnvoll sei, langfristig in Aktien das Geld anzulegen. Das ist ein Tabu-Bruch, der Österreichs Linke aufwecken sollte. Diese haben aus Ängstlichkeit bislang jede Vorsorge mit Sicherheitsauflagen und Garantien förmlich erwürgt.
Ich frage mich: Warum sollte es so ein Vorsorgemodell nur für Kinder geben? Wer bereit ist, für die Zukunft anzusparen, soll dafür mit Steuervorteilen belohnt werden. Die Zeit ist reif dafür!
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.