Ein Lkw-Lenker vertraute dem Navi, wurde daraufhin von der Tauernautobahn A10 abgeleitet, landete in kleinem Dorf in Kärnten und zerstörte dort eine Brücke, die nun komplett saniert werden musste. Es ist nicht das erste Mal, dass tonnenschwere Sattelschlepper durch das Dorf geleitet werden ...
Eigentlich herrscht auf der Trefflinger Landesstraße L11 ein Fahrverbot für Sattelschlepper. Trotzdem leiten digitale Routenplaner Lenker immer wieder über die enge, kurvenreiche Strecke.
Wie mehrfach und seit Jahren berichtet, kommt es nicht selten zu Beschädigungen an Häusern und Dächern sowie zu Schäden an der Fahrbahn. Um solche Fehlfahrten zu verhindern, wurde vom Land Kärnten bereits vor sieben Jahren eine Hinweis- und Fahrverbotstafel aufgestellt.
Bisher ohne Erfolg. Denn dieses Schild wird oftmals übersehen – wie es auch heuer im Frühjahr der Fall war. Ein tiefgelegter, tonnenschwerer Autotransporter wurde vom Navi in der Nacht von der Tauernautobahn abgeleitet und rollte in der Folge über die L11.
Anrainer eilten dem Fahrer zu Hilfe
In der Ortschaft Perau in Gmünd ist für die Laster meistens Endstation. Auch dieser Lkw blieb bei einer Brücke hängen und beschädigte den linken Brückenflügel samt einbetoniertem Brückengeländer massiv. Die örtliche Feuerwehr und Anrainer eilten zu Hilfe und versuchten dem verzweifelten Lenker, der kein Deutsch sprach, zu helfen.
Nach diesem Fall war klar: Die durch die Lkw-Fahrt in Mitleidenschaft gezogene Brücke muss saniert werden. „Insgesamt fließen 80.000 Euro in die Sanierungsarbeiten“, heißt es aus dem Büro von Landeshauptmann-Stellvertreter und Straßenbaureferent Martin Gruber (ÖVP).
Nächste Woche wird bereits asphaltiert
Die Bauarbeiten laufen seither. „Die Verkehrsführung ist aktuell halbseitig und ohne Ampelregelung möglich, da die Übersichtlichkeit gegeben ist. Für die geplante Asphaltierung in der kommenden Woche kommt es für etwa einen Tag zur Vollsperre.“
Im Zuge der Maßnahmen werden rund 150 bis 200 Laufmeter der Straße zusätzlich asphaltiert. „Den Schadensanteil in Höhe von etwa 15.000 bis 20.000 Euro übernimmt die Versicherung des Verursachers“, informiert das Land.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.