Fast neun Monate nach Eröffnung der Koralmbahn steigen die Fahrgastzahlen. Wurden zunächst 7000 Passagieren pro Tag gezählt, so sind es mittlerweile 10.000, welche auf der neuen Strecke zwischen der Steiermark und Kärnten unterwegs sind.
Meilenstein, Jahrhundertprojekt, Zeitenwende: Es waren viele große Worte, welche die Inbetriebnahme der Koralmbahn im Dezember 2025 begleiteten. 130 Kilometer lang ist die neue Strecke zwischen Klagenfurt und Graz, Herzstück ist der 33 Kilometer lange Koralmbahntunnel.
Nach der Anfangseuphorie pendelten sich die Fahrgastzahlen laut den ÖBB auf gut 7000 pro Tag ein. „Mittlerweile sind es bereits 10.000 Fahrgäste. Damit ist klar: Die neue Verbindung ist eine echte Verbesserung für die Menschen im Süden Österreichs“, berichtet jetzt der SPÖ-Verkehrssprecher im Parlament, Wolfgang Moitzi.
Neuer Fahrplan wird keine Revolution
Seit der Eröffnung fahren die ÖBB 29-mal täglich zwischen den beiden Landeshauptstädten. Dazu kommen noch fünf Verbindungen durch die private Westbahn, welche ab Jahresende bis nach Lienz fahren möchte. Einen möglichen Personenverkehr für die Südbahn angemeldet hat abgesehen davon bisher nur die kleine Firma Silverstar Railways, heißt es von der zuständigen Behörde Schienen Control. Ab Dezember 2027 könnte die tschechische RegioJet von Wien über Graz nach Marburg (und weiter nach Kroatien) fahren, hier gibt es aber noch keine offizielle Meldung.
War der Fahrplanwechsel im Vorjahr noch eine echte Revolution, der allein für den Fernverkehr ein Plus von 30 Prozent bracht, so wird heuer wohl nur an kleinen Schrauben gedreht. So soll eine für Pendler und Studenten wichtige Frühverbindung zwischen Graz und Leoben wieder eingeführt werden. Die nächsten großen Weichenstellungen folgen wohl Ende 2029 mit der Eröffnung des Semmering-Basistunnels.
Neue Züge für die Steiermark
Angekündigt sind auch neue Züge: Ab 13. September sind die ersten modernisierten City-Doppelstockzüge in der Steiermark im Einsatz. 2028 folgen auf den inneralpinen Interregio-Strecken (etwa zwischen Graz und Linz sowie zwischen Graz und Innsbruck) 31 Railjet M von Siemens, die extra dafür konzipiert wurden.
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