Gemeinsam kreativ sein, voneinander und von Profi-Künstlern lernen: Dafür wurde vor 15 Jahren in Friesach der Verein „Kunst-dot-komm!“ gegründet. Seit vielen Wochen arbeiten die Künstlerinnen und der Hahn im Korb für eine Humormedizin-Ausstellung.
“Uns hat alle Heinrich Sandler zum Malen gebracht. Wir haben alle Kurse bei ihm besucht“, erinnert Doris Gebenter an die Zeit mit dem inzwischen schon verstorbenen Aquarellmaler, der in Wien und Friesach lebte und in ganz Österreich Interessierten die Technik vermittelte.
Weil die kreativen „Kunst-dot-komm!“-Mitglieder neue Techniken ausprobieren wollten und wollen, engagieren sie immer wieder Profi-Künstler für Kurse. Unter anderem konnten sie bereits vom Kärntner Künstler Bernd Svetnik, vom Wiener Willi Oberhofer, von Gabriele Graf, Gerhard Blaschke, Susanne Axmann und Gottfried Hanak lernen.
Elisabeth Palmisano arbeitet gern mit Ton und erschafft Figurinen: „Ich schätze am Ton seine Ursprünglichkeit, seine Formbarkeit und sein Eigenleben.“




Elfriede Gergl-Konschitzky, die ursprünglich Graphikerin werden wollte, dann Lehrerin für Bildnerische Erziehung wurde, hat den Linolschnitt für sich entdeckt.
Claudia Peichl und Doris Gebeneter können sich am besten in der Aquarell-Technik ausdrücken. Doris Gebenter betreute schon an der HAK Völkermarkt viele künstlerische Projekte und stellte ihre Arbeiten in Völkermarkt und Klagenfurt aus. Claudia Peichl war beruflich immer kreativ: an verschiedenen Theatern in Wien und Kärnten. Beide besuchten schon vor der Vereinsgründung Kunstkurse und schätzen die kreative Stimmung im Vereinslokal in der Herrengasse in Friesach.
Es ist ein schöner Weg, sich auf Lehrer, auf neue Techniken einzulassen, und dann seinen eigenen Stil zu finden. Und das Malen hilft über vieles hinweg.
darin sind sich die Künstlerinnen und der Künstler von „Kunst-dot-komm!“ einig
Anfangs waren es sechs leidenschaftliche Künstlerinnen, nun treffen einander die 13 Damen und Johann Grießner, der seinen künstlerischen Weg mit Acrylmalerei begonnen hat, regelmäßig im „Kunst-dot-komm!“-Atelier, das jeden Mittwoch für Interessierte zum Schnuppern geöffnet ist. „Wir freuen uns über Besucher!“
Künstlerisch aktiv sein macht Spaß
Trotz all der verschiedenen Techniken und Kunst-Lehrer sowie Weiterentwicklungen der Mitglieder gibt es eine Konstante: „Es soll Spaß machen!“, betont Doris Gebeneter. Daher hatte der Verein die Idee zum Thema Humormedizin: Seit vielen Wochen wird im Atelier an Bildern gearbeitet, die Medizin, Krankheit, Gesundheit, Krankenhaus und Genesung mit Humor in Verbindung bringen. Diese Werke werden im Herbst im Deutsch Ordens Spital in Friesach ausgestellt.
Die Atelier-Tür steht für Besucher immer mittwochs von 14 Uhr bis 17 Uhr offen. Die Räume des Vereines „Kunst-dot-komm!“ befinden sich in der Herrengasse 12 in Friesach. Infos auch auf www.kunst-dot-komm.at
Die erste Ausstellung hatten die Hobbykünstler schon ein Jahr vor der Vereinsgründung. „2010 haben wir das erste Mal unsere Arbeiten ausgestellt. Daraus ist dann der Verein entstanden. Jedes Jahr gestalten wir einen Kalender. Wir haben schon viel fürs große Mittelalterfest Spectaculum gemalt, beispielsweise die Wappen, welche die Gassen zieren“, so Gebeneter.
Eine venezianische Nacht, die heilige Hemma und viele andere interessante Themen haben sich die Künstlerinnen bereits vorgenommen. Auch auf Kleinkunstmärkten waren sie schon vertreten.
Gemeinsame Museumsbesuche gehören zum Vereinsleben, beispielsweise in Gmünd, im italienischen Illegio oder in Cormons.
Wichtig sind den Kreativen auch die Kinder: Immer wieder laden sie Mädchen und Buben zum Malen ein.
Ausstellungseröffnung im Krankenhaus
Vernissage der Ausstellung „Nix zu lachen. Oder?“ am Freitag, 23. Oktober (17 Uhr), in der Aula des Deutsch Ordens Krankenhauses Friesach. Die Werke der „Kunst-dot-komm!“-Mitglieder sind bis Ende Dezember zu sehen.
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