Als „Goldkehlchen“ füllen sie Stadien, dabei können sie eigentlich gar nicht singen. Nach zehn Jahren soll nun Schluss sein. Mit einem letzten Konzert vor 52.000 Menschen. Die Geschichte eines Männerchors, der mit Talentlosigkeit begann und zum Massenphänomen wurde.
Als die Nachricht, auf die er gewartet hatte, auf seinem Handy hochploppte, konnte Markus Tiedemann nicht anders: Er fing an zu weinen. Es war Dienstag, der 25. August, um ziemlich genau 21.30 Uhr, als der Sänger erfuhr, dass das letzte Konzert der Hamburger Goldkehlchen ausverkauft ist. Das klingt zunächst nicht nach einer großen Geschichte, ist es aber. Denn die Hamburger Goldkehlchen sind ein Chor aus 110 Männern, die alles können, nur nicht singen. Und die am 26. September trotzdem in einer Fußball-Arena, dem Hamburger Volksparkstadion, auftreten werden, vor 52.000 Zuschauern. Was dort zuletzt nur Ed Sheeran und Taylor Swift geschafft haben.
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