Das Navigations-Chaos im kleinen Ort Perau bei Gmünd (Kärnten) reißt nicht ab. Nachdem erst kürzlich ein Transporter eine Brücke komplett zerstört hatte, stand am Wochenende bereits das nächste Gespann hilflos vor der Baustelle: Ein deutscher Urlauber verirrte sich mit seinem Wohnwagen auf der immer schmaler werdenden Straße.
Erst kürzlich sorgte ein spektakulärer Vorfall für heftigen Ärger und enorme Schäden. Der Lenker eines tief gelegten Auto-Transporters vertraute blind seinem Navi, wurde von der Tauernautobahn Höhe Gmünd abgeleitet und auf die enge und stark beschädigte Trefflinger Landesstraße (L11) gelotst. Auf dieser Strecke herrscht Fahrverbot für Sattelschlepper. Im Ortsteil Perau war für den Mann, wie die „Krone“ berichtete, Endstation. Der Lastwagen blieb bei einer Brücke hängen und verursachte Schäden in einer Höhe von mehreren Zehntausend Euro.
Nächste Irrfahrt
Während die Sanierungsarbeiten laufen, passierte am Wochenende schon die nächste Irrfahrt. Ein Auto mit einem großen Wohnwagenanhänger blieb in einer Kurve vor der Baustelle stehen. Der Lenker – ein Urlauber aus Deutschland - zeigte sich verzweifelt und wusste nicht mehr weiter.
Die „Krone“ kam zufällig an der Unfallstelle vorbei und sprach mit dem verirrten Autofahrer. „Ich will nach Döbriach am Millstätter See“, fragte er völlig ratlos nach dem Weg. Auch er war ein Opfer der digitalen Routenführung geworden: „Ich wurde von der Autobahn auf Höhe Gmünd abgeleitet. Die Straße kam mir ohnehin immer merkwürdiger vor“, schilderte der sichtlich verärgerte Urlauber. Kurz vor der Baustelle verließ ihn schließlich der Mut, als die Fahrbahn immer enger wurde.
Völlig zerstörte Fahrbahn
Im Gespräch wurde der Betroffene über die Situation aufgeklärt. Die gute Nachricht: Er musste nicht umkehren. Denn der Weg führt tatsächlich zu seinem Ziel – jedoch holprig über eine kurvenreiche Rumpelpiste.
Für die betroffenen Bewohner von Perau ist der Vorfall ein weiterer Beweis dafür, dass das Problem mit irreführenden Navi-Daten dringend gelöst werden muss, bevor noch größerer Schaden entsteht...
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