„Besser geht es nicht“

Nur die Tauben landeten in der Endzone der Vikings

Sport-Mix
06.09.2026 21:59

Wie die Footballer der Vienna Vikings die Wroclaw Panthers in der Gold Bowl in Duisburg mit 68:5 zerlegten, damit ihr Final-Trauma ablegten und eine Top-Saison mit dem zweiten Titel auf Europa-Ebene krönten.

Unzählige Male trommelte sich Ben Holms auf den Helm, schrie seine Freude heraus. „Ich bin unfassbar stolz auf das ganze Team. Wir wollten den Titel so sehr, haben ihn uns geholt“, jubelte der zum wertvollsten Spieler gekürte Vikings-Quarterback.

Die Vienna Vikings führten die Wroclaw Panthers vor.
Die Vienna Vikings führten die Wroclaw Panthers vor.(Bild: Hannes Jirgal)

Mit dem 68:5-Triumph über die Wroclaw Panthers im Gold-Bowl-Finale der American Football League Europe erfüllte sich für den US-Quarterback und die Vienna Vikings vor 6113 Fans in Duisburg der Titel-Traum. Das Trauma der Endspiel-Niederlagen in der nicht mehr existierenden European League of Football ELF 2024 und 2025 ist abgelegt. 2022 gab’s dort den ersten Titel. Mit einer eindrucksvollen Machtdemonstration nahmen die Wikinger auch Revanche für das 31:34 im Grunddurchgang, die einzige Saison-Niederlage.

Jagdkommando brachte das Eierlaberl
Vor dem Spiel gingen alle Blicke gen Himmel. Nicht wegen des Wetters, das war mit 23 Grad und Sonnenschein perfekt. Vier Fallschirmspringer des Jagdkommandos des österreichischen Bundesheers flogen ein und brachten die Flaggen und den Spielball ins Stadion. Da hatte Österreich also mitten in Deutschland die Lufthoheit übernommen.

Die Kreativität der Fans war bei den Verkleidungen groß.
Die Kreativität der Fans war bei den Verkleidungen groß.(Bild: Felix Cerny)

Komplette Lufthoheit
Dann schallte auch noch Rainhard Fendrichs „Es lebe der Sport“ aus den Stadion-Boxen, bevor die Vikings auch auf dem Spielfeld die Lufthoheit übernahmen, die „Abfangjäger“ der Defense ausrückten. Ganze fünf Interceptions pflückte die erneut bärenstarke Defense der Vikings aus der Luft. Alle führten direkt oder indirekt zu Touchdowns. Der hochgelobte Panthers-Quarterback Wang? Kaltgestellt.

Chris Calaycay, Headcoach der Vienna Vikings.
Chris Calaycay, Headcoach der Vienna Vikings.(Bild: GEPA)

„Viel besser geht es einfach nicht“
Dreimal Stewart, je zweimal Bierbamer und Wiesigstrauch, dazu Mayr und Dennis erzielten die Touchdowns, bevor Holmes-Backup Hrouda beim Stand von 62:5 als Spielmacher aufs Feld kam und mit einem Pass auf Eder auf 68:5 stellte. „Viel besser geht es einfach nicht“, strahlte auch Headcoach Chris Calaycay. In der Vikings-Endzone konnten die Panthers nicht landen. Dort eroberte nur eine Handvoll Tauben schließlich die Lufthoheit wieder zurück.

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