Was für ein verrückter Abend in der Eredivisie! Ronald Koeman Jr., Sohn der niederländischen Fußball-Ikone Ronald Koeman, avancierte beim 2:2 von Telstar Velsen gegen Cambuur Leeuwarden zum großen Helden und das als Tormann. Der 31-Jährige verwandelte gleich zwei Elfmeter und rettete seiner Mannschaft tief in der Nachspielzeit noch einen Punkt.
Nachdem Telstar zur Pause noch mit 0:0 in die Kabine gegangen war, lag das Team später 0:2 zurück. Koeman übernahm in der 63. Minute Verantwortung und verkürzte vom Punkt auf 1:2. In Unterzahl bekam Telstar dann in der elften Minute der Nachspielzeit noch einmal einen Strafstoß zugesprochen und wieder trat der Schlussmann an.
Auch diesmal blieb Koeman eiskalt und traf zum 2:2. Damit wurde er zum ersten Goalie in der Geschichte der Eredivisie, der in einem Spiel zwei Tore schoss. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass es sich beide Male um Strafstöße handelte.
„Habe das Selbstvertrauen“
Danach sprintete er jubelnd in Richtung Fans. „Ich bin natürlich sehr glücklich“, sagte der Keeper anschließend bei ESPN. „Ich kann einfach gute Elfmeter schießen und habe das Selbstvertrauen, daher gibt es keine Zweifel.“
Vor dem zweiten Versuch musste Koeman allerdings noch einmal tief durchatmen. „Du weißt, wie das läuft. Sie versuchen, auf dich einzureden. Aber mich macht man nicht verrückt. Eben einen Moment bei dir selbst sein und fokussieren“, erklärte er. „Es ist schön, dass ich die Verantwortung übernommen habe. Es war die gleiche Ecke, vielleicht muss ich das in Zukunft etwas verändern. Aber wenn der Schuss hart ist, können sie ihn nicht halten.“
Der Name Koeman ist im niederländischen Fußball natürlich bestens bekannt. Sein Vater Ronald Koeman wurde 1988 Europameister, spielte lange für den FC Barcelona und zählt zu den torgefährlichsten Defensivspielern der Fußballgeschichte.
Als Trainer führte der heute 63-Jährige die niederländische Nationalmannschaft bei der WM im Sommer, trat nach der Niederlage gegen Marokko im Sechzehntelfinale allerdings zurück.
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