Beim SCR Altach wird nach dem Skandal um heimliche Aufnahmen von Spielerinnen das Präventionskonzept nachgeschärft, auch ein Fragenkatalog des Ministeriums wurde beantwortet.
Der SCR Altach wird mit den Folgen des Verhaltens eines Ex-Funktionärs noch länger beschäftigt sein. Wie berichtet, wurde vergangenes Jahr bekannt, dass der Mann heimlich junge Spielerinnen des Vereins unter anderem in den Umkleidekabinen gefilmt und fotografiert hatte. Aufmerksam wurde die Exekutive auf den Verdächtigen erst im Zuge anderer Ermittlungen, in denen es um den Besitz von Kinderpornografie ging. Der Funktionär muss sich am 23. Februar vor Gericht verantworten.
Fragen an den Verein von höchster Stelle
Verantworten muss sich auch der Verein. Nach anfänglicher Kritik am Umgang des Vereins mit dem Skandal, wird nun das Präventionskonzept nachgeschärft. Zudem erging ein nicht öffentlicher Fragenkatalog von Sportstaatssekretärin Michaela Schmidt (SPÖ) an den Verein – und dieser lieferte Ende vergangenen Jahres Antworten. Laut Schmidt habe der Verein „glaubhaft vermittelt“, die Geschehnisse mit der Kinder- und Jugendanwaltschaft und dem Fußball-Landesverband aufzuarbeiten sowie zusätzliche Präventionsmaßnahmen zu implementieren.
Im Rahmen des neuen Konzepts werden zwei vereinsinterne Schutzbeauftragte sowie digitale und analoge „Kummerkästen“ eingerichtet, weiters wird an einem generellen Beschwerdemanagement gearbeitet. Innerhalb der Organisation werde es eine klare Zuordnung von Zuständigkeiten geben, hieß es aus Altach.
Teambetreuung wird weiblicher
Veränderungen wurden auch beim Betreuer-Team vorgenommen: Seit der Winterpause arbeitet eine weibliche Co-Trainerin mit, auch in der Geschäftsstelle wurde eine weibliche Ansprechperson installiert. Mitte März soll das neue Schutzkonzept vorgestellt werden.
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