DOM:A

Premiere für ein Festival der kulturellen Vielfalt

Kärnten
09.09.2026 20:00

Junge Kunst, vielfältige Kultur und ein Programm für alle: Das neue Festival DOM:A bringt ab September Musik, Film, Fotografie und Malerei in den Kulturni dom nach Bleiburg. 

Aufstrebenden professionellen Künstlerinnen und Künstlern eine Bühne zu geben – das hat sich das neue Festival DOM:A zum erklärten Ziel gemacht. Im Kulturni dom in Bleiburg treffen verschiedene Kunstgattungen wie Musik, Fotografie, Malerei und Film aufeinander.

Die Idee hinter der Veranstaltungsreihe ist es, jungen Kulturschaffenden eine Möglichkeit zu geben, ihre Arbeit auch abseits der großen Städte zu präsentieren. „DOM:A steht für ein kulturelles Zuhause, das regional verwurzelt, zweisprachig gelebt und grenzüberschreitend gedacht ist“, so Projektleiterin Natalija Hartmann. Der Name DOM:A ist bewusst mehrdeutig gewählt: „DOM“ verweist auf den Kulturni dom als Ausgangspunkt, gleichzeitig bedeutet „dom/doma“ auf Slowenisch „zu Hause“ und steht für einen Ort der Begegnung und Vielfalt. Das abschließende A steht zusätzlich für Austria und verbindet die österreichische Verankerung mit der slowenischen Sprache und Kultur sowie dem grenzüberschreitenden Alpen-Adria-Raum.

DOM:A – Für jeden etwas dabei
„Es ist für alle etwas dabei: Neben Konzerten und Filmabenden haben wir auch einen Familienworkshop. Uns liegt der Nachwuchs besonders am Herzen – ob als Publikum von morgen oder vielleicht als zukünftige Künstlerinnen und Künstler, die hier zum ersten Mal Bühnenluft schnuppern“, freut sich Hartmann auf das neue Angebot im ländlichen Raum.

Am 5. Dezember bringen Lara Rutar & Band Soulhotel zeitlose Soulklassiker und moderne Songs in ...
Am 5. Dezember bringen Lara Rutar & Band Soulhotel zeitlose Soulklassiker und moderne Songs in den Kulturni dom.(Bild: Rosa Knecht)
„Schönes und Schreckliches von und über Brecht“ mit Lara Vouk und Rok Hvala – ein Abend mit ...
„Schönes und Schreckliches von und über Brecht“ mit Lara Vouk und Rok Hvala – ein Abend mit Liedern, Texten von Bertolt Brecht und „ganz viel Tratsch“.(Bild: DOM:A)

Den Auftakt bildet am 11. September der Dokumentarfilm „3 Tage, 3 Monate, 3 Jahre – und wir sind immer noch da“ von Timna Katz und dem Filmkollektiv Zora Pictures. Der Film setzt sich mit der Deportation der Kärntner Sloweninnen und Slowenen im Jahr 1942 auseinander und beleuchtet deren gesellschaftliche Bedeutung bis in die Gegenwart.

Ausstellung, Filmabend und Konzerte 
Es folgt die Ausstellung „Doma je, kjer je umetnost – Zuhause ist dort, wo Kunst ist“ von Julia Spitzer-Wakounig und Larissa Dumpelnik (19. September) sowie der Filmabend „Piliji“ über Ferlach, Zweisprachigkeit und regionale Identität (26. September). Beim interaktiven Musik- und Bewegungsworkshop „Naš pisani glasbeni svet – Unsere bunte Musikwelt“ kommen die jüngsten Besucher auf ihre Kosten (3. Oktober).

Musikalisch reicht das Programm von Jazz und Improvisation mit Tonč Feinig & The Little Big Band (14. November) über das Anja Smolnik 4tet (28. November) bis zu Soulmusik von Lara Rutar & Band Soulhotel (5. Dezember). Den Abschluss bildet am 20. Dezember ein musikalischer Kabarettabend mit Lara Vouk und Rok Hvala rund um Bertolt Brecht und „ganz viel Tratsch“.

Gerade abseits des urbanen Treibens braucht es Orte, an denen Kunst und Kultur gelebt und erlebt werden können. Denn kulturelle Vielfalt sollte keine Frage des Wohnortes sein, sondern für alle Menschen zugänglich bleiben. Gleichzeitig schafft DOM:A Raum für junge Künstlerinnen und Künstler, um Erfahrungen zu sammeln, sich ein Publikum aufzubauen und zu zeigen, welches kreative Potenzial auch abseits der Städte zu finden ist.

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