Sechs Jahre lang hat ein steirischer Feuerwehrmann völlig skrupellos seine Kameraden bestohlen. Jetzt musste er sich dafür vor Gericht verantworten.
Schwerfällig hinkt der 69-jährige Angeklagte am Dienstag am Landesgericht in Leoben in den Verhandlungssaal. Immer wieder streicht er sich über seinen weißen Bart. Die Situation ist ihm sichtlich unangenehm. Sechs Jahre soll der inaktive Feuerwehrmann seine Kameraden bestohlen haben, indem er mit der Tankkarte der Feuerwehr sein Privatauto befüllte.
Weil er dafür einen Pin-Code eingeben musste, lautet der Anklagevorwurf der Staatsanwaltschaft: betrügerischer Datenmissbrauch.
Was das für ein Vertrauensbruch ist, wissen Sie selber, vor allem wenn man Mitglied bei der Feuerwehr ist.

Richter Richard Gollner
Bild: Stockner Eva
Von den eigenen Kameraden überführt
Überführt werden konnte er dank der Videoüberwachung der Feuerwehrkameraden. Die war eigentlich installiert worden, weil das Rüsthaus recht abgelegen liegt und es in der Umgebung zu Einbrüchen gekommen war. Keine vier Tage später tauchte der 69-Jährige schon auf den Bildern auf.
Man sieht, wie er sich völlig skrupellos die Tankkarte aus dem Feuerwehrauto nimmt. Der Kommandant verständigte umgehend die Polizei, und der Langfinger war endlich überführt.
Knapp 3000 Euro beträgt der Schaden für Feuerwehr und Gemeinde, die die Tankkarte zur Verfügung stellte. Das (nicht rechtskräftige) Urteil – sechs Monate auf Bewährung – nimmt der Pensionist sofort an.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.