Präsident war an Bord
Wegen Trumps Baustelle gab es fast Flieger-Crash
US-Präsident Donald Trump lässt das Weiße Haus aufwendig umbauen, so soll es etwa einen höchst umstrittenen Ballsaal bekommen. Genau diese Baustelle hat aber zu einem „sehr schwerwiegenden Zwischenfall“ in der Luft geführt – ausgerechnet mit dem Präsidenten-Helikopter, in dem Trump gerade persönlich saß.
Wenn der Trump-Hubschrauber Marine One starten will, müssen die Piloten die Flugsicherung drei Minuten vor dem Start vorwarnen – das schaffte die Besatzung bei einem Flug am 4. August aber nicht. Diese Kommunikations-Panne hatte Folgen, die verheerend hätten enden können: Denn der Präsidenten-Hubschrauber und ein Passagierflugzeug kamen sich in der Luft gefährlich nahe.
Trumps Baustelle war Grund
Grund für die Kommunikations-Panne soll gewesen sein, dass der Hubschrauberlandeplatz wegen der Baustelle übergangsweise verlegt werden musste, wie die „Washington Post“ berichtet. Die US-Zeitung bezieht sich dabei auf das vorläufige Ergebnis eines Berichts des National Transportation Safety Boards (NTSB).
Waren sich gefährlich nahe
Die beiden Flieger hatten nur noch einen Höhenunterschied von 213 Metern und waren seitlich etwa 1,5 Kilometer voneinander entfernt. Laut der US-Flugaufsichtsbehörde FAA müssen Flugzeuge in der Höhe aber mindestens 300 Meter Abstand voneinander halten und je nach Flugphase sind es seitlich mehrere Kilometer.
Das sei ein „sehr schwerwiegender“ Zwischenfall gewesen, sagte Luftfahrtexperte Michael McCormick von der Embry-Riddle Aeronautical University. Besonders brisant sei der Vorfall, weil der Helikopter des Präsidenten daran beteiligt gewesen ist.
Jetzt wurde Antenne verlegt
Dabei hat die Besatzung des Helikopters offenbar schon geahnt, dass es Probleme geben könnte. Denn schon Ende Juli traf sie sich mit Vertretern der Flugsicherung wegen Kommunikation-Schwierigkeiten. FAA-Chef Bryan Bedford erklärte in dieser Woche, dass die Behörde nach diesem Vorfall eine Antenne verlegt habe. Außerdem seien „Verfahren“ geändert worden.

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