Fünf Manager des Unternehmens übernehmen die Linzer Spezialchemiefirma Esim, die Tinte auf dem Kaufvertrag ist bereits trocken. Der Standort sowie 145 von zuvor knapp 300 Jobs bleiben erhalten.
Im Oktober 2025 meldete die Linzer Chemiefirma Esim – das Unternehmen produziert etwa Pflanzenschutzmittel – Konkurs an. Der Schuldenberg war mit 118 Millionen Euro riesig, die „Krone“ berichtete.
Seitdem war Insolvenzverwalter Thomas Zeitler auf der Suche nach einem rettenden Investor, um Standort und Jobs zu erhalten. Nun wurde er in den eigenen Reihen fündig: Fünf Manager des Unternehmens (Franz Anders, Rudolf Huber, Agnieszka Kaleta, Sebastian Leitner und Christoph Riedl) sowie der Investor Elmar Zagler kaufen das Kerngeschäft und führen es unter einer neu gegründeten Firma – die Esim Speciality Chemicals GmbH – fort.
Offizielle Übergabe im Herbst
Am Freitag wurde der Kaufvertrag unterzeichnet, zum Kaufpreis gibt es keine Angaben. Die offizielle Übergabe des Unternehmens an die neue Esim ist für den Herbst geplant – bis dahin sollen noch offene regulatorische Fragen geklärt sein. „Wir übernehmen gemeinsam Verantwortung für einen österreichischen Industriestandort mit ausgezeichnetem technischem Know-How, erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und langjährigen Kundenbeziehungen“, heißt es in einer Stellungnahme der neuen Eigentümer gegenüber der „Krone“.
Trotz der rettenden Übernahme verlieren durch die Insolvenz rund die Hälfte der Beschäftigten ihre Jobs. Denn im Zuge der Restrukturierung wurden Teile des Betriebs geschlossen. Vor der Pleite waren noch etwa 290 Mitarbeiter bei Esim beschäftigt, in Zukunft sollen es am Standort im Linzer Chemiepark nur mehr 145 sein.
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