„Iron Dome“-Produktion

Autoriese steigt in die Rüstungsindustrie ein

Deutschland
28.08.2026 16:07
Porträt von krone.at
Von krone.at

Wo bislang Autos produziert wurden, könnte wohl schon bald Militärausrüstung hergestellt werden. Medienberichten zufolge soll der Autoriese Volkswagen kurz vor der Einigung mit einem Rüstungsunternehmen stehen. Damit könnte der Autobauer einer drohenden Werksschließung entgehen.

Im kommenden Jahr läuft die Produktion des beliebten T-Roc-Cabrios in Osnabrück aus. Der VW-Konzern braucht also eine Zukunft, um die weitere Nutzung des Werks zu garantieren. 

Spekulationen über neues Standbein
Volkswagen ist der größte Arbeitgeber in Niedersachsen – rund 120.000 Menschen arbeiten in dem Bundesland für den Autobauer. Mit der drohenden Schließung des Werkes stehen also zahlreiche Arbeitsplätze auf dem Spiel. Bislang wurden an dem Standort in Osnabrück nur einzelne Prototypen von Militärfahrzeugen produziert. Jetzt könnte daraus ein größeres Geschäft werden.

Das T-Roc-Cabrio wird in Osnabrück künftig nicht mehr produziert.
Das T-Roc-Cabrio wird in Osnabrück künftig nicht mehr produziert.(Bild: Volkswagen AG)

„Iron Dome“
Der „Bild“ zufolge soll es Überlegungen zu einer möglichen Zusammenarbeit mit dem israelischen Rüstungskonzern Rafael Advanced Defence Systems geben. Wie die Nachrichtenagentur „Bloomberg“ berichtet, plane der israelische Rüstungskonzern Rafael Advanced Defense Systems die Herstellung von Unterstützungsausrüstung für das Luftverteidigungssystem „Iron Dome“ (Eiserne Kuppel) in Deutschland. Welche Bauteile das Werk konkret fertigen würde, ist noch unbekannt.

Organisatorische Hürden
Um die Kooperation überhaupt realisieren zu können, müsste das Unternehmen einen organisatorischen Umweg gehen. Denn Volkswagens Großaktionär Katar soll Einwände gegen das Engagement des israelischen Unternehmens haben.

Gründung von Gemeinschaftsunternehmen steht im Raum
Aufgrund der organisatorischen Hürden soll es Gedankenspiele geben, dass das Land Niedersachsen Teile des Werks Osnabrück übernimmt und ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Rüstungskonzern gründet. Damit würde der Autobauer nicht direkt mit dem israelischen Staatskonzern zusammenarbeiten, so „Bloomberg“.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung